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US-Weihbischof: Humanae vitae rettet die Ehe

Die Lehre in „Humanae vitae“ sei ein „prophetische Warnung“, so der Weihbischof der US-Erzdiözese Minneapolis-St. Paul. Deren Missachtung habe zahlreiche gesellschaftliche Übel befördert.
50 Jahre "Humanae vitae"
Foto: epa (Publifoto) | Die päpstliche Enzyklika beinhaltet eine der wichtigsten Lehren der Kirche, meint US-Weihbischof Andrew Cozzens.

Die Enzyklika „Humanae vitae“ beinhaltet eine der umstrittensten Lehren der Kirche, gleichzeitig aber eine ihrer wichtigsten. Diese Ansicht vertritt Andrew Cozzens, Weihbischof der US-amerikanischen Erzdiözese Minneapolis-St. Paul. Als Katholik nehme man einen einzigartigen Standpunkt ein, indem man künstliche Empfängnisverhütung als moralisches Übel betrachte, so Cozzens in einer Ansprache in der Stadt Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota anlässlich des 50. Jahrestages der Veröffentlichung der Enzyklika. Die meisten anderen christlichen Konfessionen teilten diese Vorstellung nicht mehr.

Künstliche Empfängnisverhütung fördert Scheidungen

Zudem betonte der Weihbischof, dass eine direkte Verbindung zwischen der Praxis einer künstlichen Empfängnisverhütung und den steigenden Scheidungsraten bestehe. Paare, die darauf verzichteten, würden mit größerer Wahrscheinlichkeit zusammenbleiben. An dieser Stelle wies der Bischof darauf hin, dass aktuell jede zweite Ehe in den USA geschieden werde. Cozzens räumte zwar ein, dass es für viele schwierig sein möge, der von Papst Paul VI. festgeschriebenen Lehre zu folgen. Die Missachtung der „prophetischen Warnung“ des ehemaligen Papstes habe jedoch mehrere gesellschaftliche Übel befördert, wie etwa Abtreibungen, außereheliche Schwangerschaften und Scheidungen.

Ehelicher Akt hat nichts mehr Sakramentales

„Viele aktuelle kulturelle Phänomene sind in Wahrheit das Resultat daraus, Gottes Plan für die Sexualität und die Ehe nicht zu folgen“, so Weihbischof Cozzens. Künstliche Verhütungsmittel zu verwenden habe eine „transformative Auswirkung“ auf den ehelichen Akt und verwandele ihn in etwas, das keine sakramentale, symbolische und völlige Hingabe des Selbst sei. Denn Gottes Plan und die Möglichkeit der ehelichen Fruchtbarkeit seien ausgeschlossen.

Wer sich jedoch glaubenstreu an die kirchliche Lehre zur Empfängnisverhütung und die natürlich Familienplanung halte, bleibe mit viel größerer Wahrscheinlichkeit verheiratet. Dies setze einerseits „Disziplin und Opferbereitschaft“ voraus, stärke aber gleichzeitig die Liebe und den Respekt zwischen Mann und Frau.

Die Enzyklika „Humanae vitae“ wurde von Papst Paul VI. am 25. Juli 1968 veröffentlicht und feiert morgen ihren 50. Jahrestag.

DT/mlu

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