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Umfrage: Benedikt XVI. soll Regensburger Ehrenbürger bleiben

Beinahe drei Viertel der Teilnehmer an einer Umfrage der „Mittelbayerischen Zeitung“ unterstützen den emeritierten Papst.
Ungebrochene Popularität des emeritierten Papstes Benedikt XVI. in Regensburg
Foto: epa ansa Claudio Onorati (ANSA) | Die vergangenen Donnerstag gestartete Umfrage auf der Internetseite des Regensburger Medienhauses belegt die ungebrochene Popularität des emeritierten Papstes.

Erdrutschsieg für Benedikt XVI.: Laut dem Ergebnis einer Online-Umfrage der in Regensburg erscheinenden „Mittelbayerischen Zeitung“ möchte eine überwältigende Mehrheit der Umfrageteilnehmer, dass der emeritierte Papst auch weiterhin Ehrenbürger von Regensburg bleibt.

72 Prozent pro Benedikt – der Stadtrat will diskutieren

Die vergangenen Donnerstag gestartete Umfrage auf der Internetseite des Regensburger Medienhauses belegt die ungebrochene Popularität des früheren Pontifex: 72 Prozent aller Umfrageteilnehmer votierten dafür, dass Benedikt weiterhin Ehrenbürger von Regensburg bleibt – 28 Prozent sehen dies anders.

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Die Diskussion über die Ehrenbürgerschaft Benedikts beziehungsweise Joseph Ratzingers, der von 1969 bis 1977 an der Universität Regensburg den Lehrstuhl für Dogmatik und Dogmengeschichte bekleidete und dessen 2020 verstorbener Bruder Georg Ratzinger zudem jahrzehntelang vor Ort als Chorleiter der weltberühmten Regensburger Domspatzen wirkte, entstand, weil der emeritierte Papst wegen der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche auch in seiner zeitweiligen Heimatstadt Regensburg in die Kritik geraten war.

Daraufhin kündigte der Regensburger Stadtrat an, die Frage, ob Benedikt weiterhin Ehrenbürger von Regensburg bleiben könne, diskutieren zu wollen. In einem Brief an die Gläubigen, flankiert durch einen Faktencheck seiner Anwälte, wies Benedikt die gegen ihn erhobenen Vorwürfe, als Erzbischof von München und Freising in puncto Missbrauchsbekämpfung sich falsch verhalten zu haben, vergangene Woche zurück.

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