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Seit 2000 schon 453 Kirchenschließungen in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind seit der Jahrtausendwende mindestens 453 Kirchen, Kapellen und Gemeindehäuser geschlossen worden.
Kirche St. Paulus in Trier wird geschlossen
Foto: Harald Tittel (dpa) | Mit Folien sind am 15.12.2017 die Bänke in der Kirche St. Paulus in Trier abgedeckt. Sie ist eine von zwei Kirchen im Bistum Trier, die in diesem Jahr aufgegeben und damit entweiht wurde.

Eine Umfrage des Bonner "General-Anzeigers" (Donnerstag) in den fünf katholischen Bistümern und bei der Evangelischen Kirche im Rheinland zeigt das Bild einer Kirche im Rückzug. 453 Kirchen, Kapellen und Gemeindehäuser wurden den Angaben der Diözesen zufolge seit dem Jahr 2000 geschlossen.

Im Erzbistum Köln wurden demnach 28 Gotteshäuser außer Dienst gestellt, im Bistum Münster 53 und im Ruhrbistum Essen 105. Im Bistum Aachen waren es demnach 41 und im Erzbistum Paderborn 23. Die evangelische Kirche habe im gleichen Zeitraum 203 Entwidmungen von Gottesdiensträumen verzeichnet.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hatte kürzlich erklärt, er sehe keine Alternative zur Aufgabe von Kirchen. Man werde sich angesichts schrumpfender finanzieller Spielräume von Immobilien trennen müssen.

Als Gründe für die Schließungen würden Geldmangel, Priestermangel und zu wenige Kirchgänger angegeben, heißt es weiter. Allein im Bistum Essen habe sich die Zahl der Gläubigen in den vergangenen 60 Jahren halbiert. Viele Kirchen würden nach der Schließung nicht abgerissen, sondern als Kindergärten, Büros, Verlagshäuser, Sporthallen, Wohnungen, Jugendzentren, Kitas oder Ateliers weiter genutzt.

KNA / jbj

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