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Schewtschuk: Ukraine wird sich nicht ergeben

Die Ukraine sei verwundet, aber unbesiegt, so der Kiewer Großerzbischof. Auf die jüngsten Papst-Aussagen geht er nicht direkt ein.
Der griechisch-katholische Kiewer Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk
Foto: IMAGO/ALESSIA GIULIANI / ipa-agency.ne (www.imago-images.de) | Schewtschuk befindet sich derzeit auf einer USA-Reise, um die dort lebenden Ukrainer zu besuchen.

Der griechisch-katholische Kiewer Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk hat sich kritisch zum jüngsten Papst-Appell zum Krieg in der Ukraine geäußert und eine Kapitulation des von Russland überfallenen Landes kategorisch abgelehnt. Nach Angaben seiner Kirche erklärte Schewtschuk am Samstag in New York, die Ukraine sei verwundet, aber unbesiegt. „Glauben Sie mir, niemand denkt ans Aufgeben“, betonte der Großerzbischof unter Berufung auf das ukrainische Volk.

Gefahr, dass sich die Todeszone vergrößert

Schewtschuk befindet sich derzeit auf einer USA-Reise, um die dort lebenden Ukrainer zu besuchen. Wenn Russland die Ukraine weiter erobere, vergrößere sich die Todeszone, so das Oberhaupt der mit Rom verbundenen ukrainischen griechisch-katholischen Kirche. Schewtschuk erinnerte auch an das Massaker an Hunderten ukrainischer Zivilisten in Butscha, einem Vorort von Kiew, vor fast zwei Jahren.

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Schewtschuk stellte keinen direkten Bezug zu dem am Samstagabend bekannt gewordenen Interview-Aussagen des Papstes her, die der italienischsprachige Schweizer Rundfunk RSI vorab veröffentlicht hatte. Darin empfahl Franziskus den Ukrainern wörtlich den „Mut zur weißen Flagge“, worunter man üblicherweise die Kapitulation versteht, wenngleich der Papst „zum Verhandeln“ riet. Er betonte aber auch: „Zum Krieg gehören immer zwei. Die Unverantwortlichen sind diese beiden, die den Krieg führen.“  DT/mlu

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