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Overbeck: Weitere Vorwürfe gegen Kardinal Hengsbach

Nachdem das Bistum Essen Missbrauchsvorwürfe gegen Kardinal Hengsbach veröffentlicht hat, haben sich jetzt weitere Betroffene gemeldet.
Neue mutmaßliche Missbrauchsopfer von Kardinal Hengsbach haben sich laut Bischof Overbeck gemeldet.
Foto: via imago-images.de (www.imago-images.de) | Neue mutmaßliche Missbrauchsopfer von Kardinal Hengsbach haben sich laut Bischof Overbeck gemeldet.

Seit der Veröffentlichung von Missbrauchsvorwürfen gegen Kardinal Hengsbach haben sich offenbar weitere Betroffene beim Bistum Essen gemeldet. Das sagte der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck am Sonntagabend in der WDR-Sendung "Aktuelle Stunde". "Es gibt, wie ich weiß, einige, die sich gemeldet haben", so Overbeck. Eine genaue Zahl konnte er nicht nennen. Der Bischof hatte am Freitag in einem Brief persönliche Fehler im Umgang mit dem Fall des Gründerbischofs des Bistums Essen zugegeben und etwaige Betroffene oder Mitwisser gebeten, sich an unabhängige Ansprechpartner des Bistums zu wenden.

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Missbrauch durch Kardinal "nicht vorstellbar"

Am Montagmorgen hat das Ruhrbistum aufgrund der Missbrauchsvorwürfe die Statue des Kardinals am Dom abgebaut. Laut KNA hatte das Domkapitel die Entfernung der Statue am Freitag in einer Sondersitzung beschlossen. Das Bistum hatte letzte Woche bekanntgegeben, dass Hengsbach in drei Fällen Missbrauch vorgeworfen worden sei. Einer der Vorwürfe war Bischof Overbeck 2011 bekannt gewesen, als er das Denkmal für den Kardinal einweihte, wie "Welt"-Recherchen ergaben. Beim WDR erklärte Overbeck am Sonntag, dass er sich lange gar nicht habe vorstellen können, dass Missbrauch auch durch einen Kardinal und Bischof hätte geschehen können, "zudem noch durch meinen Vorgänger als Bischof von Essen". Das Entsetzen sei deshalb groß, weil Hengsbach als Gründerbischof eine wichtige Identifikationsfigur gewesen sei. "Aber die Fakten sprechen eine andere Sprache", so Overbeck.  DT/sdu

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