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Maria - eine Influencerin?

Der XXXIV. Weltjugendtag ist mit einer großen Abschlussmesse zu Ende gegangen. Dabei sprach Papst Franziskus von einer „durch Sünde verwundeten Kirche, welche häufig die Schreie überhört habe“.
Weltjugendtag in Panama ist zu Ende.
Foto: Alessandra Tarantino (AP) | Unter großem Jubel der Pilger kommt Papst Franziskus zur Feier der großen Abschlussmesse im Park Campo San Juan.

Mit einer großen Abschlussmesse mit über 600.000 Pilgern auf dem Campo San Juan Pablo II. in Panamá-City hat Papst Franziskus den XXXIV. Weltjugendtag beendet.

Der Berufung ein Stück näher kommen

Während der letzten fünf Tage gab es für die Pilger verschiedene religiöse Angebote in der Stadt: Katechesen, eine Berufungsmesse, einen Garten der Vergebung, diverse Workshops, ein Kreuzweg und ein Jugendfestival. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, ihrer Berufung ein Stück näher zu kommen, aber auch innere Versöhnung und Heilung durch die Beichte zu erfahren.

Am Samstag sprach der Papst vor Priestern, Ordensleuten und Seminaristen mit Blick auf die Missbrauchskrise von einer „durch Sünde verwundeten Kirche, welche häufig die Schreie überhört habe“. Der Papst nutzte das Glaubensfest in Panama, um die Probleme der Jugend in Mittelamerika anzusprechen: Migration, Armut, Drogenhandel, Gewalt und Mord vor allem gegen Frauen.

Papst warnt Pilger, Leben ausschließlich online zu verbringen

Während einer Gebetsvigil am Samstagabend warnte Franziskus die mehreren Hunderttausend Pilger davor, ihr Leben ausschließlich online zu verbringen. „Maria, die Mutter von Jesus, war eine junge Frau aus Nazareth. Sie war keine Influencerin der sozialen Netzwerke, auch wenn sie die einflussreichste Frau der Welt wurde“, sagt Franziskus unter wildem Applaus.

Bevor Papst Franziskus am heutigen Sonntag nach Rom zurückfliegt, wird er das Sozialzentrum „Casa Hogar del Buen Samaritano“ besuchen und den vielen freiwilligen Helfern des Weltjugendtags im Stadion Rommel Fernandenz danken.

Der nächste Weltjugendtag wird in Portugal stattfinden, wie Papst Franziskus bekannt gab.

DT/bwi

 

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