Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Kirchenstatistik 2025

Leichter Rückgang bei Austritten, höherer Anteil von Gottesdienstbesuchern

Trotz rückläufiger Mitgliederzahlen zeigt die Kirchenstatistik 2025 positive Entwicklungen bei Neu- und Wiedereintritten.
Kirchenstatistik 2025
| Trotz der sinkenden Zahlen solle man „den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern nach vorne schauen und gemeinsam ...

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat die Kirchenstatistik der katholischen Kirche in Deutschland für das Jahr 2025 veröffentlicht. Besonders auffällig ist die immer noch hohe Zahl der Kirchenaustritte (307.117). Doch waren es weniger als im Vorjahr (321.659). Die Beweggründe für Austritte sind laut dem Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer, dem neuen Vorsitzenden der DBK, unterschiedlich, „und doch sage ich – weil wir eine Gemeinschaft von Gläubigen durch Taufe und Firmung sind –, dass uns jeder Kirchenaustritt schmerzt“. Insgesamt zählt die katholische Kirche in Deutschland somit noch 19.219.601 Kirchenmitglieder. Das sind 23 Prozent der Gesamtbevölkerung.

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Ebenfalls rückläufig sind die Zahlen bei Taufen und kirchlichen Trauungen: Wurden 2024 noch 116.274 Menschen getauft, waren es 2025 nur noch 109.028. Die Trauungen sind von 22.513 auf 19.478 zurückgegangen. Auch die Zahl der Bestattungen ist von 213.046 um knapp 10.000 gesunken. Auch die Zahl der Priesterweihen geht zurück: 2025 waren es 25, vier weniger als im Jahr davor. Ebenso ist die Zahl der Priesteramtskandidaten bundesweit um sechs auf 54 gesunken. Zudem gibt es in Deutschland 297 Pfarreien weniger als noch im Jahr 2024. Der Grund dafür sind Strukturmaßnahmen in den Bistümern.

Plus bei Gottesdienstbesuchen

Demgegenüber steigt der Anteil der Gottesdienstbesucher unter den Katholiken insgesamt auf 6,8 Prozent. Bischof Wilmer kommentierte dies dankbar: „Es ist ein schönes Zeichen, dass der Gottesdienstbesuch erneut leicht steigend Zuspruch findet.“ Bei Erstkommunionfeiern und Firmungen bleibt die Zahl weitgehend stabil, was Wilmer als „positives Zeichen“ wertet. Auch bei den (Wieder-)Eintritten zeigt sich ein leichtes Plus: 2.269 Neueintritte gab es im letzten Jahr, 2024 waren es 1839. Zudem wurden 5.443 Personen wieder in die Kirche aufgenommen – 700 mehr als im Vorjahr.

Insgesamt sinkt die Zahl der „Christinnen und Christen in Deutschland“, stellte Wilmer fest. Doch dies halte nicht davon ab, „mit hohem persönlichen Einsatz Zeugnis von unserem Glauben zu geben“. Man solle „den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern nach vorne schauen und gemeinsam – auch in ökumenischer Verbundenheit – nach Wegen suchen, wie Christsein heute in der Gesellschaft zu größerer Akzeptanz führen kann“.  DT/dsc

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