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Kölner Katholikenausschuss dementiert Zeitungsbericht

„Kölner Rundschau“ rudert nach Bericht über Sitzung zurück. Es gebe keine Abstimmungspläne darüber, ob Kardinal Woelki im Amt bleiben soll oder nicht.
Woelki: Habe Papst meinen Amtsverzicht angeboten
Foto: Oliver Berg (dpa) | Kölner Katholikenausschuss: Der Gesprächsfaden mit Kardinal Woelki muss wieder aufgenommen werden.

Der Katholikenausschusses in der Stadt Köln hat einen Medienbericht der „Kölnische Rundschau“ vom 22. März dementiert, demzufolge eine Abstimmung über den Verbleib von Kardinal Rainer Woelki geplant sei. „Diese Angabe treffe nicht zu“, teilte der Vorsitzende Gregor Stiels dieser Zeitung heute mit. Es gebe derzeit weder Pläne noch eine entsprechende Beschlussfassung. Lediglich seitens einer Pfarrgemeindevertreters sei während der letzten Vollversammlung vorgeschlagen worden, darüber abzustimmen, ob der Kölner Erzbischof im Amt bleiben solle oder nicht. Daraufhin hatte Ulrike Weinert in der „Kölnische Rundschau“ behauptet, „eine solche Resolution solle nun kommen“.

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Gesprächsfaden zwischen Kardinal und Basis wieder aufnehmen

Weinert, die bei facebook Nähe zur Initiative Maria 2.0 bekundet, sorgte mit ihrem Bericht über die Online-Versammlung des Katholikenausschusses für Irritationen. Nach Informationen dieser Zeitung hatte sich ein beträchtlicher Teil der Teilnehmer zu dem Zeitpunkt, als der Vorschlag am späten Abend gemacht wurde, bereits ausgeloggt und erfuhr aus der Zeitung von dem angeblichen Beschluss. Am Freitag ruderte die Rundschau zurück und sprach zutreffend von „einer Anregung“.

Das Blatt zitiert Stiels mit der Aussage, aus seiner Sicht müsse es erst einmal darum gehen, den abgerissenen Gesprächsfaden zwischen Kardinal und Basis wieder aufzunehmen.

Der Katholikenausschuss vertritt die katholischen Gläubigen in der Öffentlichkeit und äußert sich zu aktuellen Themen in Kirche, Stadt und Gesellschaft. Nach eigenen Angaben gibt er „denen eine Stimme, die keine Lobby haben“, setzt sich für den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft und für ein menschliches Miteinander in gegenseitiger Toleranz ein.  DT/reg

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