Während sich in vielen Ländern Familien auf gemeinsame Weihnachtsfeierlichkeiten vorbereiten, wird in China die Situation für Untergrundkirchen offenbar immer angespannter. Die britische Zeitung „The Guardian“ richtet den Blick auf einen Vorfall, der für eine größere Verhaftungswelle steht. In der Nacht des 11. Oktober, gegen 2 Uhr, klopfen Männer in Zivil an die Wohnungstür von Gao Yingjia und seiner Frau Geng Pengpeng. Sie geben sich als Polizei aus. Oben schläft der fast sechsjährige Sohn; die Eltern versuchen, keinen Lärm zu machen. Sie wissen, dass ihre Zeit abgelaufen ist. Kurz darauf wird Gao abgeführt.
Chinas Kampagne gegen inoffizielle Gemeinden
Die Festnahme des Pastors Gao Yingjia steht stellvertretend für eine neue Repressionswelle gegen Chinas protestantische Hauskirchen – vor allem dort, wo Glaube digitale Räume nutzt.
