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Kölner Generalvikar: Menschen mehr für Kirche begeistern

Auch im Erzbistum Köln haben die Kirchenaustritte im Jahr 2018 deutlich zugenommen. Für den Kölner Generalvikar Hofmann zeigt das, dass die klassische Form des Kirche-Seins an vielen Stellen nicht mehr mit der Lebensrealität der Menschen zusammenpasst.
Wie das Erzbistum Köln auf die Kirchenaustritte reagiert
Foto: Giuseppe Ciccia (Pacific Press via ZUMA Wire) | "Wir müssen wieder anziehender auf die Menschen wirken und sie von unserem Glauben und unserer Kirche begeistern", meint der Köln Generalvikar Markus Hofmann.

Angesichts der deutschlandweit gestiegenen Zahl der Kirchenaustritte plädiert der Köln Generalvikar Markus Hofmann dafür, die Kirche für die Menschen wieder mehr als Gemeinschaft von Gläubigen erfahrbar zu machen, anderen zu helfen und für andere da zu sein. „Genau das gehört doch zu den Dingen, die unserem Leben einen tieferen Sinn geben“, so Hofmann.

"Wir wollen das sein, was wir von
Beginn an sind - eine für die gesamte
Gesellschaft relevante Gemeinschaft
von Menschen, die Jesus nachfolgen"
Kölner Generalvikar Markus Hofmann

Auch im Erzbistum Köln haben die Kirchenaustritte im Jahr 2018 deutlich zugenommen. Aus den jüngst veröffentlichten Statistiken geht hervor, dass dort mehr als 18 000 Katholiken die Kirche verlassen haben. Somit gehören noch etwa 1 943 000 Katholiken  zum Erzbistum Köln.

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„Wir wissen, dass die klassische Form des Kirche-Seins an vielen Stellen nicht mehr mit der Lebensrealität der Menschen zusammenpasst und wir daher manche Menschen nicht mehr erreichen“, kommentiert Generalvikar Hofmann die Zahlen. Gleichzeitig verweist er auf den „Zukunftsweg“ des Erzbistums, mit dem eine „gemeinsame Vision“ für das Erzbistum Köln entwickelt werden solle: „Wir wollen das sein, was wir von Beginn an sind - eine für die gesamte Gesellschaft relevante Gemeinschaft von Menschen, die Jesus nachfolgen.“

Kirche muss wieder anziehender auf die Menschen wirken

Für Hofmann ergeben sich aus den Zahlen große Herausforderungen für die Kirche von morgen: „Wir müssen wieder anziehender auf die Menschen wirken und sie von unserem Glauben und unserer Kirche begeistern, einer Kirche, die zum Mitmachen anregt und in Zukunft wieder stärker wächst.“ Dazu brauche es lebendige Gemeinden, die den Menschen eine Heimat bieten. „Mit dem Pastoralen Zukunftsweg gehen wir einen entscheidenden Schritt in diese Richtung.“

Aus er Statistik für das Jahr 2018, die die Deutsche Bischofskonferenz am Freitag veröffentlichte, geht hervor, dass 216 078 Katholiken ihre Kirche im vergangenen Jahr verließen. Das sind rund 29 Prozent mehr als im Vorjahr (167 504) und etwa 0,9 Prozent aller Katholiken im Land. In den vergangenen drei Jahren hatten die Austrittszahlen zwischen 160 000 und 180 000 gelegen. Insgesamt gehören damit knapp über 23 Millionen Bundesbürger der katholischen Kirche an, während es 2017 noch 23,31 Millionen waren. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung sank von 28,2 Prozent im Jahr 2017 auf 27,7 Prozent.

DT/mlu

Die Hintergründe zu diesem Thema finden Sie in der Wochenausgabe der Tagespost.

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