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Kardinal Sturla kritisiert Debatte um Amoris laetitia

Der Erzbischof von Montevideo bezeichnet die Diskussionen als unverhältnismäßig und betont die Bedeutung der Nähe zu Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
Kardinal Daniel Sturla Berhouet
Foto: Paul Haring/CNS photo (Catholic News Service) | Kardinal Daniel Sturla Berhouet, Erzbischof von Montevideo, vor der letzten Sitzung der Weltbischofssynode zu Ehe und Familie am 24. Oktober 2015 im Vatikan.

Uruguays Kardinal Daniel Sturla hat die Debatte um das Papstschreiben "Amoris laetitia" zu Ehe- und Familienfragen als "unverhältnismäßig" bezeichnet. Angesichts eines Rückgangs kirchlicher Eheschließungen und zunehmender Scheidungen gehe es um die Nähe zu Menschen in schwierigen Lebenssituationen, sagte der Erzbischof von Montevideo im Gespräch mit der italienischen Zeitung "La Stampa". Wenn man nun aus einer Fußnote des päpstlichen Dokuments einen Fall konstruiere, komme ein "Desaster" heraus, so der Erzbischof. Im Jahr 2015 war Sturla von Papst Franziskus in den Kardinalsstand berufen worden.

Sturla bezog sich auf eine Kontroverse über Fußnote 351 in "Amoris laetitia". Darin geht es um eine mögliche Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur katholischen Eucharistie. Der Kardinal stellte dazu fest, ´dass sich nicht die katholische Lehre geändert habe, sondern die seelsorgliche Herangehensweise. Das betroffene Paar und der Priester brauchten einen "objektiven Aspekt", um zu einer differenzierten Entscheidung hinsichtlich der Sakramentenzulassung zu finden.

DT/KAP/KNA

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