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IS-Aufruf: Anschlagspläne gegen Karneval

Der Islamische Staat ruft zu Terroranschlägen in mehreren Ländern Europas auf, darunter auch Deutschland. Hierzulande ermittelt bereits die Polizei.
Weiberfastnacht in Köln
Foto: imago/Steinsiek.ch | Laut der Kölner Polizei ist die Weiberfastnacht dieses Jahr ein mögliches Anschlagsziel des Islamischen Staates.

Der Islamische Staat hat mit dem Aufruf „Lasst uns abschlachten“ Anschläge in Deutschland, in den Niederlanden und in Spanien angedroht. Wie ein Sprecher der Kölner Polizei bestätigte, seien Polizei, Staatsschutz und Verfassungsschutz über die Terroraufrufe auf der Seite „Al Saif Media“ informiert. Als mögliche Anschlagsziele gelten die Weiberfastnacht in Köln, das „Green Komm Carnival Festival“ in der Domstadt am Karnevalssonntag sowie das „Festival der Liebe“ in Rotterdam. Auch in Nürnberg ermittelt die Polizei nach Terrorankündigungen.

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Unterdessen berichten spanische Medien über Drohungen von Islamisten gegen Kathedralen auf der iberischen Halbinsel. Unter Bezug auf die Plattform „Memri“ und mehrere soziale Netzwerke weist der katholische Nachrichtendienst „Infocatólica“ auf ein Plakat hin, mit dem der Islamische Staat zu Anschlägen aufruft. Darauf ist ein vermummter, mit einem großen Küchenmesser bewaffneter Kämpfer vor der Fassade einer gotischen Kathedrale zu sehen. In den Touristenhochburgen Palma de Mallorca, Barcelona und Sevilla sowie auf dem Jakobsweg besuchen jedes Jahr Millionen Menschen gotische Domkirchen. Vor allem die Prozessionen während der Karwoche und an Ostern sind ein Publikumsmagnet. Zehntausende Zuschauer verfolgen sie in den Altstadtgassen mit.

Die aggressive Haltung vieler Anhänger des Islam in Spanien ist nichts Neues und trat bereits in der Amtszeit Benedikts XVI. zutage. Ein Konfliktpunkt ist die Kathedralmoschee von Córdoba, die Anhänger des Islam für sich beanspruchen. Im Vorfeld des Papstbesuchs in Spanien 2010 hatte der inzwischen verstorbene Generalsekretär der Islamischen Kommission Spaniens, Mansur Escudero, Benedikt XVI. auf der Internetseite Webislam aufgefordert, einer interreligiösen Nutzung der Kathedrale von Córdoba den Weg zu ebnen. Inzwischen haben sich etliche muslimische Stimmen in Spanien radikalisiert und fordern vom Oberhirten von Córdoba eine „Rückgabe“ seiner Bischofskirche an die muslimische Gemeinde.

 

 

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