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In Polen stellt sich die Kirche gegen das LGBT-Milieu

Auch im katholischen Polen gewinnt das LGBT-Milieu immer mehr Unterstützer. Immer deutlicher stellt sich die Kirche gegen Auswüchse dieser Bewegung.
LGBT-Parade in Warschau
Foto: Jakub Kaminski (PAP) | Vertreter von LGBT-Organisationen und ihre Unterstützer nehmen an der "Equality Parade" in der Warschauer Innenstadt teil.

Es waren drastische Worte, welche Erzbischof Marek Jedraszewski, der Metropolit von Krakau und stellvertretende Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz, während der Feierlichkeiten zum 75. Jubiläum des Warschauer Aufstands wählte, um die Aktivitäten des LGBT-Milieus in Polen zu kritisieren. Schnell machten auch andere Bischöfe des Landes klar, dass sie an der Seite Jedraszewskis stehen: der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislaw Gadecki, der emeritierte Erzbischof von Tschenstochau, Stanislaw Nowak, Bischof Wieslaw Mering von Wloclawek oder Weihbischof Miroslaw Milewski aus Plock.

Sorgenvoller Blick auf Pride-Märsche und Sexualerziehung

Tatsächlich nimmt man in der Kirche Polens mit Sorge wahr, dass nicht nur die Zahl von sogenannten „Pride“-Märschen im Land erheblich zugenommen ha

t, auch die von liberalen Politikern eingeleitete Einführung einer auf Gender Mainstreaming-Prinzipien basierenden Sexualerziehung in den Schulen, sowie die intendierte Einführung der Homo-Ehe plus Adoptionsrecht ist vielen Hirten des Landes ein Dorn im Auge.

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Der Missbrauch bestimmter religiöser Symbole und Riten durch einzelne LGBT-Milieu-Angehörige hat viele Katholiken im Land empört; schockiert war man aber auch, als Demonstranten eines „Pride“-Marsches in Bialystok von nationalistisch gesonnenen Aktivisten attackiert wurden. Die Bischofskonferenz ging zu dieser Form der physischen Gewalt schnell und eindeutig auf Distanz.

Dass bald wieder Ruhe eintritt, ist unwahrscheinlich. So wurde nun dank KAI, der katholischen Nachrichtenagentur Polens, ein Dokument bekannt, das sich wie eine „road map“ zur LGBT-sierung Polens liest und den bemerkenswerten Anstieg von Paraden im Land erklärt. Nicht nur weitgreifende gesetzliche Veränderungen werden als Ziele definiert, auch das Zitieren von Bibelversen, welche homosexuelle Akten verdammen, sollte demnach bald als „Verbrechen, das von Amts wegen verfolgt wird“ geahndet werden. Medienkampagnen spielen dabei eine besondere Rolle.

DT/mee

Kulturkampf zwischen der Kirche und dem LGBT-Milieu in Polen – Lesen Sie den ganzen Text in der Ausgabe der „Tagespost“ vom 14. August 2019.

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