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Frere Alois: Taize-Treffen will Jugend in Europa Mut machen

"Jugendliche sollen erleben, dass es in Europa Regionen gibt, in denen die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg bereits selbstverständlich geworden ist. Und dies wird weitergehen. Wir wollen dazu ermutigen, auch die positiven Entwicklungen in unserer Gesellschaft zu sehen und diese voranzutreiben."
Taizé
Foto: KNA | Das Bild zeigt Brüder beim Morgengebet im französischen Taizé.

Zum 40. Europäischen Jugendtreffen der christlichen Gemeinschaft von Taize werden vom 28. Dezember bis Neujahr im Dreiländereck Basel rund 15.000 junge Christen aus mehr als 45 Ländern erwartet. "Jugendliche sollen erleben, dass es in Europa Regionen gibt, in denen die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg bereits selbstverständlich geworden ist. Und dies wird weitergehen. Wir wollen dazu ermutigen, auch die positiven Entwicklungen in unserer Gesellschaft zu sehen und diese voranzutreiben", sagte der Prior der Taize-Gemeinschaft, Frere Alois, im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Er beschrieb einen Zusammenhang zwischen aktueller "Europamüdigkeit" und einer "Verdunstung des Glaubens" in weiten Teilen Europas. Die Kirchen trügen die Verantwortung dafür, dass junge Menschen den Glauben "neu, tiefer und persönlicher" leben könnten. "Wer das entdeckt, der wird sich auch stärker für Europa engagieren."

Als große Herausforderung bezeichnete Frere Alois die Migration in Europa. Wichtig sei ein neues Verhältnis, "eine echte Partnerschaft" mit Afrika. Bei ihrem Engagement für Jugendliche und bei der ökumenischen "Suche nach einem Miteinander der Kirchen" erfahre die Taize-Gemeinschaft eine "starke Ermutigung" durch Papst Franziskus.

Organisiert werden die Treffen von der ökumenischen Gemeinschaft, die sich seit ihrer Gründung in den 1940er Jahren zu einem spirituellen Zentrum für Jugendliche und Familien in ganz Europa entwickelt hat.

Seit 1978 finden neben den dauerhaft in Burgund angebotenen Begegnungen jährliche Großveranstaltungen in europäischen Städten statt. In diesem Jahr wird das Treffen erstmals in einem Dreiländereck organisiert. Beteiligt sind christliche Gemeinden in der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland. Aus der Bundesrepublik wollen rund 2.000 Jugendliche und junge Erwachsene teilnehmen.

KNA / jbj

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