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Die Rechte von Priesterkindern verteidigen

Einem internes Dokument der vatikanischen Kleruskongregation gibt Richtlinien für den Umgang mit Kindern vor, die von Priestern gezeugt wurden.
Dokument zum Umgang mit Priesterkindern
Foto: Alejandro Ernesto (EFE) | Kardinal Beniamino Stella ging an die Öffentlichkeit und informierte über das Dokument der vatikanischen Kleruskongregation zum Umgang mit Kindern von Priestern.

Früher hat man wenig darüber geredet: Über Priester, die Vater eines Kindes geworden sind – was dann oft zur Folge hatte, dass dieses aufwuchs, ohne den eigenen Erzeuger zu kennen und in einer normalen Familie aufzuwachsen. Wer das ändern wollte, ist der irische Psychotherapeut Vincent Doyle, der nach dem Tod seiner Mutter selber erfahren hatte, einen Priester zum Vater zu haben, und daraufhin die internationale Vereinigung „Coping International“ gründete, die das Ziel hat, die Rechte der Priesterkinder in aller Welt zu verteidigen.

Von Priestern gezeugte Kinder aus der Anonymität holen

Doyle hält Vorträge und gibt Interviews – vor kurzem erst in Rom. Er will die von Priestern gezeugten Kinder aus der Anonymität holen und „die vielen Personen“, die ihre Existenz der Beziehung zwischen einem Priester und einer Frau verdanken, psychologisch betreuen lassen. In einem Interview, das Doyle in jüngerer Zeit gegeben hat, sprach er auch von einem internen Dokument der vatikanischen Kleruskongregation, das er selber 2017 eingesehen haben soll, und das Richtlinien für den beschriebenen Fall gibt.

Dokument mit Richtlinien kein Geheimpapier 

Nachdem Vatikansprecher Alessandro Gisotti die Existenz dieses Papiers bestätigt hat, ging nun auch der Präfekt der Kleruskongregation, Kardinal Beniamino Stella, an die Öffentlichkeit und wählte den Weg eines vergangene Woche erschienenen Interviews mit der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“, um über den Inhalt des Dokuments zu informieren, das von manchen Medien – nicht korrekt – als „Geheimpapier“ bezeichnet worden war.

DT

Wie sich Kardinal Stella über den Inhalt des Dokuments äußerte, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 07. März 2019.

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Guido Horst Kardinäle Klerus

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