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Die orthodoxe Macht bröckelt

In der neuen Folge des Tagespodcast gibt Tagespost-Korrespondent Stephan Baier Einblicke in die russische Religiosität und ihre Verknüpfung mit Politik und Macht.
Russischer Präsident besucht Kloster
Foto: Alexei Druzhinin (Pool Sputnik Kremlin/AP) | Putin hält die Legende vom "heiligen Russland" hoch. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Putin verstehe es, den Mythos um das „heilige Russland" gegenüber dem „dekadenten, verfallenen Westen“ hochzuhalten. Dabei sei das ehemalige Zarenreich gar nicht so religiös, wie einige Konservative in Westeuropa glauben. Nur zwei Prozent der orthodoxen Russen gingen regelmäßig zum Gottesdienst.

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Nur Kulturchristentum

Die Scheidungs- und Abtreibungsrate sei hoch, genauso wie das organisierte Verbrechen und die Korruption. Trotzdem gebe es ein starkes „Kulturchristentum“. Doch durch den Krieg gegen die Ukraine verliere der Moskauer Patriarch Kyrill weltweit an Einfluss. Allein in der Ukraine haben sich bereits hundert russisch-orthodoxe Gemeinden von Moskau gelöst und sich der Autokephalie angeschlossen.

Stephan Baier erklärt in dem Podcast, was passieren würde, würde sich Kyrill gegen den Kremlchef stellen, wie die ukrainische Religiosität gestrickt ist und warum Papst Franziskus trotz Bedenken des Vatikans nach Kiew reisen sollte. DT/esu

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