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Der Künstler Michael Triegel ist Benedikt XVI. dankbar

Erst mit Abstand werde man die Bedeutung von Papst Benedikt klarer fassen können. Der Leipziger Künstler würdigte den verstorbenen Papst.
Michael Triegel hatte Papst Benedikt XVI. im Jahr 2010 porträtiert
Foto: imago stock&people | Der Leipziger Maler Michael Triegel hatte Papst Benedikt XVI. im Jahr 2010 porträtiert. Der verstorbene war dem Künstler ein Vorbild im Glauben.

Die freilich schon erwartete Nachricht vom Tod Vater Benedikts mache ihn traurig, hat der Künstler Michael Triegel auf Nachfrage gegenüber der Tagespost gesagt. Vor allem aber empfinde er ein Gefühl der Dankbarkeit.

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Weg anders verlaufen

Er vermute, so Triegel, dass man erst aus einigem Abstand die Bedeutung von Person und Werk wieder klarer werde fassen können, und er hoffe sehr, dass man erkennen möge, dass der Versuch, Werte zu bewahren, Perspektiven über den Tag hinaus aufzuzeigen, mehr Orientierung gebe, aber auch mehr Forderung nach Veränderung anregen könne als ein Getriebensein, das auf jeden fahrenden Zug aufspringt, ohne dessen Richtung, geschweige denn sein Ziel zu kennen. "Ohne Benedikt XVI. wäre mein Leben, mein Weg zum Christsein anders verlaufen, lehrte er mich Suchenden, Zweifelnden, Fragenden doch, dass sich Glaube und Vernunft nicht widersprechen, sondern einander bedürfen. Danke!", so Michael Triegel wörtlich. Der Künstler hatte 2010 den jetzt verstorbenen Papst porträtiert. DT/pwi

Erhalten Sie diese Woche eine Sonderausgabe der "Tagespost" zum Tod des emeritierten Papstes mit Stimmen, Nachrufen und Hintergründen.

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Meldung Michael Triegel Päpste Tod von Papst Benedikt XVI.

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