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Bleibt alles beim Alten?

Wilton D. Gregory, der neu ernannte Erzbischof von Washington, steht gleich in der Kritik.
Wilton D. Gregory, der neu ernannte Erzbischof von Washington
Foto: Villaganzerla90 (Wikimedia) | Wilton D. Gregory, der neu ernannte Erzbischof von Washington. Quelle: Wikimedia, Lizenz: CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/).

Der neu ernannte Erzbischof Wilton Daniel Gregory von Washington gilt nicht als Hoffnungsträger. Einen solchen hätte die von Missbrauchsskandalen gebeutelte Kirche in den USA jedoch bitter nötig.

Kein Hoffnungsfunke

Warum springt von der Ernennung Wilton D. Gregorys kein Hoffnungsfunke über? Am 4. April endete das lange Warten auf einen Nachfolger für den in die Missbrauchskrise verwickelten Kardinal Donald Wuerl in Washington: Papst Franziskus ernannte Erzbischof Wilton D. Gregory aus Atlanta zum neuen Erzbischof von Washington. Gregory wird einer Diözese mit fast 700 000 Gläubigen vorstehen. Viele Katholiken reagierten erstaunt und ablehnend auf diese Ernennung. Catholic News Agency (CNA) zufolge sollen sowohl der umstrittene Kardinal Wuerl als auch der nicht minder umstrittene Kardinal Blase Cupich Einfluss auf die Ernennung ausgeübt haben. Das Auswahlverfahren bezeichnete CNA als „alles andere als ,business as usual‘“.

Gregory gehört zum progressiven Flügel

Demzufolge hätten erneut diejenigen das Sagen gehabt, die im Zentrum der gegenwärtigen Missbrauchskrise in den USA stehen. Wuerl hat nachweislich bereits 2004 über die Missetaten des nun laisierten vormaligen Kardinals Theodore McCarrick Bescheid gewusst. Cupich ist ein Ziehkind McCarricks. Gregory und er gehören zum progressiven Flügel der amerikanischen Bischöfe.

Brief Kardinal Ratzingers nicht veröffentlicht

Gregory amtierte von 2001–2004 als Vorsitzender der US-Bischofskonferenz. Wie McCarrick unterließ er es 2004, einen Brief des Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, zu veröffentlichen, demzufolge katholische Politiker, die Abtreibung befürworten, von der Heiligen Kommunion ausgeschlossen sind. Beide stellten die Frage in das Ermessen des einzelnen Bischofs. Entsprechend schwach war die Stellungnahme, die die US-Bischöfe im selben Jahr verabschiedeten.

DT/reg (jobo)

Wie die glaubenstreuen Katholiken in den USA die Entwicklung sehen und was die Unterzeichner einer Petition der Website LifeSiteNews fordern, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 11. April 2019. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

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Maike Hickson Catholic News Agency (CNA) Erzbischöfe Kardinäle Katholikinnen und Katholiken Papst Franziskus Theodore McCarrick Wilton Daniel Gregory

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