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„Nein“ zur Segnung homosexueller Paare: ZdK enttäuscht

Die Bekräftigung der römischen Glaubenskongregation, dass die Kirche homosexuelle Paare nicht segnen könne, reihe sich ein in „eine Folge von Störungen des Synodalen Weges“, meint das Zentralkomitee der deutschen Katholiken – und plädiert für eine Weiterentwicklung der Lehre.
ZdK-Präsident Thomas Sternberg
Foto: Marius Becker (dpa) | "Diese Fixierung auf den Geschlechtsakt ist verkürzend, unangemessen und wird von den Gläubigen nicht mehr verstanden", so Sternberg.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat mit Enttäuschung auf das „Nein“ der römischen Glaubenskongregation zur Segnung homosexueller Paare reagiert. Sie reihe sich ein in „eine Folge von Störungen des Synodalen Weges“, heißt es in einer Stellungnahme des ZdK-Präsidenten, Thomas Sternberg. Das katholische Laiengremium bekräftigte, dass die Segnung von Menschen auf dem Synodalen Weg weiter ein Thema sein werde.

"Verheutigung" der Lehre nicht einfach ablehnen

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Sternberg verwies darauf, dass nicht nur in Deutschland, sondern „in vielen Ländern der Weltkirche“ über die Segnung gleichgeschlechtlicher Paarbeziehungen diskutiert werde. Eine „Verheutigung“ der katholischen Lehre, wie sie Moraltheologen seit langem fordern, dürfe nicht einfach abgelehnt werden. Stattdessen plädiert das ZdK für „eine Weiterentwicklung der Lehre mit tragfähigen Argumenten“. Der Bezug allein auf die Formulierungen des Katechismus reiche nicht aus.

Dass homosexuelle Einzelpersonen gesegnet werden können, wenn sie „den Willen bekunden, in Treue zu den geoffenbarten Plänen Gottes zu leben, wie sie in der kirchlichen Lehre vorgelegt werden“, sieht Sternberg ebenfalls kritisch. Da Homosexuelle dann auf sexuelle Handlungen verzichten müssten, erklärte der ZdK-Präsident: „Diese Fixierung auf den Geschlechtsakt ist verkürzend, unangemessen und wird von den Gläubigen nicht mehr verstanden.“

Overbeck: Weiterhin alle Menschen seesorglich begleiten

Der Essener Bischof Franz Josef Overbeck betonte nach der Klarstellung der Glaubenskongregation: „Wir werden mit unseren seelsorglichen Angeboten auch weiterhin alle Menschen begleiten, wenn sie darum bitten – ganz gleich in welcher Lebenssituation.“ 

Die römische Kongregation für die Glaubenslehre hatte am Montag bekräftigt, dass die Kirche nicht die Vollmacht habe, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts zu segnen. Dies ging aus einem Antwortschreiben auf ein vorgelegtes „Dubium“ hervor, das die Glaubenskongregation am Montag veröffentlichte.  DT/mlu

Mehr dazu lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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