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Franziskus zu Abtreibung: „Es handelt sich um einen Mord“

Der Papst bekräftigt abermals seine ablehnende Haltung zu Abtreibungen. Und fordert dazu auf, betroffenen Frauen zu unterstützen.
Papst Franziskus: Abtreibung ist nicht die Lösung
Foto: Gregorio Borgia (AP) | „Sie wissen, dass ich in dieser Sache sehr klar bin: Es handelt sich um einen Mord, und es ist nicht zulässig, sich zum Komplizen zu machen", so Franziskus zum Thema Abtreibung.

Papst Franziskus hat einmal mehr seine entschieden ablehnende Haltung zu Abtreibungen bekräftigt. Bei einer Audienz für italienisches Gesundheitspersonal am Donnerstag erklärte er: „Sie wissen, dass ich in dieser Sache sehr klar bin: Es handelt sich um einen Mord, und es ist nicht zulässig, sich zum Komplizen zu machen.“ 

Franziskus: Abtreibung ist nicht die Lösung

Wie das Online-Portal „Vaticannews“ berichtet, forderte Franziskus gleichzeitig dazu auf, betroffene Frauen zu unterstützen. Es sei „unsere Pflicht, den Menschen nahe zu sein, unsere positive Pflicht: den Situationen nahe zu sein, vor allem den Frauen, damit wir nicht an die Abtreibungslösung denken, denn das ist in Wirklichkeit nicht die Lösung“. Dann ziehe das Leben nach zehn, zwanzig, dreißig Jahren an einem vorbei, so Franziskus. „Und man muss schon in einem Beichtstuhl sitzen, um zu verstehen, wie hoch der Preis dafür ist - er ist sehr hoch.“

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Weiter betonte der Papst: „Auf individueller Ebene verwendet der Apotheker, jeder von Ihnen, Arzneimittel, die sich in Gifte verwandeln können.“ Hier gelte es, ständige Wachsamkeit zu üben, damit das Ziel immer das Leben des Patienten in seiner Gesamtheit sei.

Bei der Audienz warnte der Papst auch vor einer „Wegwerfkultur“ im Gesundheitsbereich und forderte, Wirtschaftlichkeit und Ethik zu verknüpfen. Gesundheitsstrategien seien nachhaltig und gerecht, wenn sie dem Menschen dienten, und nicht „den Götzen des Profits und des Konsums“. Franziskus wörtlich: „Die Wegwerfkultur darf Ihren Beruf nicht beeinträchtigen.“  DT/mlu

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