Schwaderlapp: Segnung homosexueller Paare kein Erfolg für die Ökumene

Der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp erklärt gegenüber der „Tagespost“, warum die katholische Kirche homosexuelle Paare nicht segnen könne.

Segnung eines homosexuellen Paares
Zwei Bräute, ein gleichgeschlechtliches Paar, sitzen bei ihrer Segnung auf Stühlen am Altar am 18. Juli 2017 in der evangelisch-lutherischen Kirche Bon Secours in Paris. Foto: P.Razzo (KNA)

Der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp sähe es nicht als ökumenischen Erfolg, wenn die katholische Kirche homosexuelle Paare segnen sollte. Im Gespräch mit der „Tagespost“ erklärte er, dass dies gleichbedeutend wäre mit einer Entfernung vom Evangelium. „Wenn ich einen Menschen, auch dem homosexuell Orientierten, den Segen gebe, dann segne ich damit alles Gute in ihm und all sein gutes Streben“, so Schwaderlapp. Eine Beziehung, die sexuelle Gemeinschaft außerhalb der Ehe mit einschließt, könne er nicht gut sprechen. „Da sehe ich keinen Spielraum“, so der Weihbischof. Die Kirche sei der Überzeugung, dass die geschlechtliche Gemeinschaft in die Ehe von Mann und Frau gehöre. Deshalb, so Schwaderlapp, könne er nicht jede Beziehung segnen.

Schwaderlapp äußerte sich auch dazu, wie seiner Ansicht nach ein angemessener pastoraler Umgang mit Homosexuellen im Sinne der Heiligen Schrift aussehen müsste. „Es geht um die Begleitung von Menschen.“ Dieser Aspekt komme in den hitzigen Debatten viel zu kurz. Man dürfe auch Menschen, die die Lehre der katholischen Kirche nicht in allen Punkten teilen, nicht hängen lassen.   

Das ausführliche Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 08. März.
DT