Großbritannien: Gebetskette für den Lebensschutz

Heute vor 51 Jahren wurde in Großbritannien das Gesetz verabschiedet, das Abtreibungen erlaubt. Mit einer geistlichen Offensive wollen britische Katholiken nun ein Zeichen für das Leben setzen.

Menschen beten Vaterunser
Mit ihrem Gebet wollen die Katholiken in Großbritannien ein Zeichen des Friedens setzen. Foto: Jan Schmidt-Whitley (KNA)

Mit einer geistlichen Offensive reagieren britische Katholiken heute auf den gefährdeten Schutz des Lebens in ihrem Land. Anlässlich des 50. Jahrestags des Inkrafttretens des am 27. Oktober 1967 verabschiedeten Abtreibungsgesetzes haben sie eine Gebetsaktion ins Leben gerufen. Ziel ist es, ähnlich wie ihre Glaubensbrüder und Schwestern in Polen und Irland, ihr Land mit einer die Küstenlinie umspannenden Rosenkranz-Gebetskette gleichsam zu umarmen.

Mit ihrem Gebet wollen die Katholiken ein Zeichen des Friedens setzen. „Den Rosenkranz zu beten ist nichts ,Kontroverses‘“, sagt der katholische Moraltheologe und Herausgeber des Catholic Herald, Alexander Lucie-Smith, „es ist unsere beste Waffe gegen das Böse“ und er fährt fort: „Wenn man sich die letzten Jahrzehnte ansieht – wer könnte die Polen dafür verurteilen, dass sie für ihr Land gebetet haben?“ Bei der heutigen Gebetsaktion in England soll heute auf das Anliegen des Lebensschutzes aufmerksam gemacht werden.

Die Betenden sind nicht nur durch ihre Rosenkränze miteinander verbunden. Am 1. März, dem Festtag des heiligen David, des Patrones von Wales, wurde eine interaktive Website freigeschaltet, auf der die Orte, an denen Menschen für das Leben beten, verzeichnet sind. Am 19. März, dem Festtag des heiligen Josef, begannen unter dem Schutz des Nährvaters Jesu die spirituellen Vorbereitungen für den zentralen Gebetstag am 27. April, von dem an das Abtreibungsgesetz es jeder Frau ermöglichte, den NHS, das nationale Gesundheitssystem für die Tötung des in ihr heranreifenden ungeborenen Lebens in Anspruch zu nehmen. Natürlich hoffen die Veranstalter, dass die Menschen sich nicht nur entlang der Küstenlinie, sondern auch im Inland und auf den Inseln an dem Gebet beteiligen.

Einen ausführlichen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 26. April.
DT