Würzburg

Corona-Exerzitien: Medienfasten

In TV und Sozialen Netzen kann man sich derzeit den ganzen Tag mit nichts anderem als Expertenmeinungen, Verschwörungstheorien, Fakten oder alternative Fakten befassen. Doch es gibt sinnvollere Methoden zum Zeitvertreib.

Corona und Medienkonsum
Die ständige Konfrontation mit einem Problem, derzeit mit der Corona-Krise, macht dieses emotional überwältigend groß. Im Bild: Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL, während des Livestreams einer Pressekonferenz der Deutschen Fußball Liga. Foto: Arne Dedert (dpa)

Wer noch nicht depressiv ist aber es werden möchte, dem seien derzeit einige Stunden Fernsehen oder soziale Medien empfohlen. Angst, Panik, Sorge und immer und immer wiederkehrendes Kreisen um die selben Fragen, über die es doch keine Sicherheit gibt. Expertenmeinungen, Verschwörungstheorien, Fakten oder alternative Fakten: Man kann sich den ganzen Tag mit nichts anderem befassen.

Weniger Medien, mehr Leben

Doch warum sollte man das? Die ständige Konfrontation mit einem Problem macht dieses emotional einfach überwältigend groß. Mein Rat: Befassen sie sich täglich 15 Minuten mit der aktuellen Situation, dann wissen sie das Relevante ohnehin. Nutzen sie die restlichen 23 Stunden und 45 Minuten, um für Menschen da zu sein, zu beten, zu arbeiten, zu lesen, sich am Leben zu freuen. Das Leben ist ohnehin zu kurz, um es sich von Nachrichten verderben zu lassen, von denen 98 Prozent ohnehin in Kürze ihre Relevanz verloren haben werden. Weniger Medien, mehr Leben (Die Tagespost natürlich ausgenommen).

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