Augsburg

Wegen Corona: Augsburger Gebetshaus schließt ab Mittwoch

Wegen des in Bayern ausgerufenen Katastrophenfalls wird das Augsburger Gebetshaus ab morgen schließen. Dessen Leiter Johannes Hartl ruft zum häuslichen Gebet auf und mahnt, das Virus ernstzunehmen.

Johannes Hartl auf der MEHR
Johannes Hartl, Initiator des Gebetshauses Augsburg und der MEHR-Konferenz, gibt 20 Tipps für Quarantäne und Isolation. Foto: MEHR

Das vom Theologen Johannes Hartl geleitete Augsburger Gebetshaus bleibt ab Mittwoch aufgrund der Corona-Pandemie und des in Bayern ausgerufenen Katastrophenfalls geschlossen. Das teilte das Gebetshaus in einer Erklärung auf seiner Internetseite mit. Stattdessen solle man das Gebet zuhause weiterführen. „Wir laden Euch ein, mit uns zusammen das Feuer des Gebets bei Euch zuhause am Brennen zu halten“, heißt es.

Krise mit Impulsen und Gebeten überbrücken

Auch wolle man die Krisenzeit „besonders intensiv“ mit Impulsen und Einladungen zum Gebet per YouTube und in den sozialen Netzen füllen. Für die drei Tage von Mittwoch bis Freitag schließt sich das Gebetshaus zudem einer weltweiten Fastenkette an.

Gebetshausleiter Hartl berichtete indes auf seinem YouTube-Kanal, er habe sich Ende Februar selbst in „häusliche Isolation“ begeben müssen, da er Kontakt mit einem Corona-Infizierten gehabt habe. Bei ihm sei das Virus allerdings nicht festgestellt worden. Zudem gibt Hartl in dem Video „20 Tipps für Quarantäne und Isolation“: Sich in solch einer Lage hängen zu lassen sei der sichere Weg in Kraftlosigkeit und Depression, meint der Theologe. Stattdessen ruft er zu festen Schlafzeiten, täglichem Sport und Stunden der (Bibel-)Lektüre auf.

Hartl: Virus gravierender als normale Grippe

Hartl rät zudem dazu, das Virus ernstzunehmen: Anders als bei einer normalen Grippe könne man andere anstecken, ohne selbst Symptome zu zeigen. „Das macht die Sache extrem schwer einzuschätzen. Und so eine Ansteckung geht richtig schnell.“ Die Verläufe in seinem Bekanntenkreis seien allesamt nicht ganz harmlos gewesen. Zwar habe noch niemand einen Krankenhausaufenthalt absolvieren müssen, „aber es dauert richtig lang und es sind schwere Symptome, auch wenn statistisch nur ganz wenige tödlich sind“.

DT/mlu

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