Rom

Was Latein noch nützt

Latein zu kennen ist eine Kompetenz, die das leben erleichtert. Nicht nur beim Erlernen vieler Sprachen, auch wenn sogar wissenschaftliche Untersuchungen dem zu widersprechen versuchen.

Lateinunterricht
Anders als beim schnellen Lesetempo im Deutschunterricht wird im Lateinunterricht sehr langsam gelesen, jedes Wort auf seine Bedeutung und Funktion hin untersucht. Foto: Archiv

Auf Latein wird man sich in Rom keine Pizza bestellen können. Dennoch sollte der Wert von Lateinkenntnissen unumstritten sein. Es ist eine Kompetenz, die das Leben erleichtert. Nicht nur beim Erlernen vieler Sprachen, auch wenn sogar wissenschaftliche Untersuchungen dem zu widersprechen versuchen. Anders als beim schnellen Lesetempo im Deutschunterricht wird im Lateinunterricht sehr langsam gelesen, jedes Wort auf seine Bedeutung und Funktion hin untersucht.

Latein ist wichtige Quellensprache

Die Schüler lernen so bereits früh einen sorgfältigen Umgang mit anspruchsvollen und überdies kulturell bedeutsamen Texten. Auch ist das Latein eine wichtige Quellensprachen. Dies liegt daran, dass das Lateinische bis weit in die Neuzeit  als Sprache von Literatur, Dichtung, Recht, Diplomatie und Wissenschaft fungierte. Bis heute ist Latein die Sprache des katholischen Kirchenrechts und mit Italienisch die offizielle Amtssprache des Vatikans.

Dass das Lateinische oft in Misskredit gebracht wird, hängt auch mit einem  ökonomisch orientierten Nützlichkeitsdenken zusammen, das historisches Denken geringschätzt. Die Grundlagen der europäischen Kultur werden zu gerne achselzuckend ignoriert. 

DT/ari

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