Glaubenszeugnis

Die göttliche Verwandlung gelingt in der Heiligen Messe

Warum für mich der Empfang der Eucharistie unverzichtbar ist - ein Bekenntnis.
Kommunionempfang während der heiligen Messe
Foto: Pascal Deloche / Godong, imago-images | In der Eucharistie erleben wir die Anwesenheit Gottes in der Welt. Hier kommen wir ihm so nahe, wie sonst nirgends in der Welt.

Gott ist Mensch geworden, damit der Mensch göttlich werde!“, so sagte es einst der heilige Augustinus und wies auf das weihnachtliche Wunder der Inkarnation hin, durch das der Welt in Jesus Christus das beste aller je gelebten Menschenleben und mit ihm allen Erdenbürgern ein Vorbild geschenkt wurde, das ein Leben „in Heiligkeit und Gerechtigkeit“ (Lukas 1,75) ermöglichen will.

In jeder Heiligen Messe ist mir dieser Gedanke besonders wertvoll, dass mir hier wie nirgendwo sonst Gott nahekommt, mich anspricht, ich ihn empfangen kann und mich gar in sich einschließt und zu seinem Leib formt, damit ich mit Paulus sagen kann: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir!“ (Galather 2,20)

Die Heilige Messe erlebe ich wie einen Ankerpunkt,
der mich jeden Tag neu an die Brust des Herrn ruft
und bei weitem nicht nur durch Verstand und Ethik,
sondern durch Sinnlichkeit ein Stück von dem verstehen lässt,
was Gott ist, was Leben ist und was letztlich das ist, worauf es wirklich ankommt
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Die Heilige Messe ist mir wichtig, weil ich glaube, dass sie in vielen, wohl niemals vollständig von einem einzelnen Menschen durchdringbaren Aspekten eben jenes vollbringt, die Welt zu einem besseren Ort zu gestalten, zu wandeln: Gott gelingt es, indem er zunächst mich selbst neu ausrichtet, mir in den Lesungen sein Wort schenkt und mir in der Eucharistie aufträgt, heute alles zu tun, was er an meiner Stelle tun würde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Übel in dieser Welt besteht, das da wäre, weil sich ein Mensch an Jesus orientiert und so gehandelt hätte, wie er es tun würde.

Die Heilige Messe erlebe ich wie einen Ankerpunkt, der mich jeden Tag neu an die Brust des Herrn ruft und bei weitem nicht nur durch Verstand und Ethik, sondern durch Sinnlichkeit ein Stück von dem verstehen lässt, was Gott ist, was Leben ist und was letztlich das ist, worauf es wirklich ankommt. Eine gut mitgefeierte Heilige Messe erweckt in mir die gleichen Gefühle der Dankbarkeit, der Freude und des Großmutes, jenen Geist der Innerlichkeit, wie ich ihn seit meiner Kindheit besonders an den Weihnachtstagen erlebt habe: Er stärkt den Glauben an ein schlechthinnig Gutes, eine immer größere Liebe, ein letztes doch unbeschreiblich Erhabenes, an ein unhintergehbares, nicht verstehbares und doch vertrautes Wort, das zu allen Zeiten sein wird.

In der Messe vor Gott tragen, was geschehen ist

Nirgendwo erlebe ich wie in der Eucharistie die Gegenwart Gottes und auch nirgendwo spüre ich solches Vertrauen in seine Wirkmächtigkeit, dass ich beten kann wie hier: Mir ist es möglich, das vor Gott zu tragen, was mir widerfahren ist und was mir in den nächsten Tagen widerfahren wird und ich darf es – all meine Unsicherheiten, Ängste und Nöte ebenso wie meine Möglichkeiten und mein Gelingen – in der Gabenbereitung auf den Altar legen, damit alles seine eucharistische Wandlung erfahren und fortan von seiner Gnade durchdrungen werden kann.

Es ist meine feste Überzeugung, dass Leben überall da gelingt, wo es in der Nähe, in der eucharistischen Gegenwart Gottes bleibt, der keine andere Sehnsucht kennt, als uns nahe zu sein.

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