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Lob und Kritik nach Kindergelderhöhung

Entlastung einerseits, doch vierte und weitere Kinder gingen erneut leer aus: Der Verband kinderreicher Familien äußert sich zur Erhöhung des Kindergelds.
Kinder schaukeln am Strand
Foto: dpa | Besonders Familien mit mehr als zwei Kindern werden durch die Kindergelderhöhung erneut benachteiligt.

Nach dem Beschluss des Bundestages, das Kindergeld einheitlich auf 250 Euro pro Kind festzusetzen, begrüßt der „Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.“ die signifikante Erhöhung des Kindergeldes. In Bezug auf Familien mit drei und mehr Kindern zeigte sich die Bundesvorsitzende Elisabeth Müller enttäuscht von der Umsetzung. 

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Belastung Mehrkindfamilien

Auf Anfrage der „Tagespost“ äußerte Müller: „Eine Kindergelderhöhung um 31 und 25 Euro für das erste bis dritte Kind ist ein guter Schritt, um Familien in diesen herausfordernden Zeiten zu entlasten. Warum jedoch vierte und weitere Kinder erneut leer ausgehen, ist völlig unverständlich. Gerade diese Familien leisten Enormes für die Gesellschaft, ein Stichwort ist der Generationenvertrag.“ Gleichzeitig müssten die Eltern nun tiefer in die Taschen greifen: „Das Erwerbseinkommen muss für viele Personen reichen. Von der momentanen, hohen Inflation sind besonders Mehrkindfamilien betroffen.“

In einer Pressemitteilung legt der Verband dar, dass die Kosten für Kinder nicht linear steigen. Er weist auf überproportional hohe Ausgaben von Mehrkindfamilien für ihre Kinder hin und nennt insbesondere den hohen Verbrauch an Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Hinzu komme häufig ein geringeres Monatseinkommen, da die Arbeitszeitmodelle dieser Familien an die Lebenssituation angepasst seien. 

Große Familien unterstützen

Müller betonte daher gegenüber der „Tagespost“: „Es braucht dringend zielgerichtete Unterstützungsmaßnahmen für diese Familien. Eine Kindergelderhöhung um 31 Euro für jedes Kind ist dringend geboten. Perspektivisch sollten bei der Höhe des Kindergeldes die besondere Leistung der Mehrkindfamilien, aber auch deren viel höhere Ausgaben entsprechend berücksichtigt und gewertschätzt werden.“ 

Konkret fordert der Verband kinderreicher Familien e.V., das Kindergeld für dritte Kinder 50 Prozent und für vierte und weitere Kinder 75 Prozent über dem Kindergeld für erste und zweite Kinder anzusetzen, um echte Chancengleichheit zu gewähren und die besondere Leistung kinderreicher Familien für die Gesellschaft zu würdigen.  DT/chu

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