Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Abkommen unterzeichnet

USA und Ungarn setzen gemeinsames Signal für Religionsfreiheit

Die USA und Ungarn unterzeichnen ein Abkommen zur Unterstützung verfolgter Christen. Im Fokus stehen der Nahe Osten und Subsahara-Afrika. Parallel appelliert Trump an eine religiöse Erneuerung der USA.
US-Präsident Donald Trump bei der Unterzeichnung eines Dekrets zur Religionsfreiheit im Mai 2025
Foto: IMAGO/Yuri Gripas - Pool via CNP (www.imago-images.de) | Sieht sich als Bewahrer der Religionsfreiheit: US-Präsident Donald Trump, hier bei der Unterzeichnung eines entsprechenden Dekrets im Mai 2025.

Die USA und Ungarn haben ein Memorandum of Understanding (MOU) unterzeichnet, um die Zusammenarbeit beim Schutz verfolgter Christen und anderer religiöser Gemeinschaften zu vertiefen. Das teilte das US-Außenministerium am Mittwoch in Washington mit. Die Unterzeichner waren Michael J. Rigas, stellvertretender Minister für Verwaltung und Ressourcen im US-Außenministerium, sowie Tristan Azbej, ungarischer Staatssekretär für die Hilfe für verfolgte Christen und das Programm „Hungary Helps“. Der Schwerpunkt der Vereinbarung liegt auf dem Nahen Osten und Subsahara-Afrika.

Lesen Sie auch:

Das Abkommen bekräftigt das gemeinsame Ziel beider Länder, Religionsfreiheit zu fördern und Gemeinschaften zu unterstützen, die wegen ihres Glaubens Gewalt, Vertreibung und Diskriminierung ausgesetzt sind. Die US-Seite betonte, Christen seien weltweit weiterhin die am stärksten verfolgte Religionsgruppe; zugleich blieben viele Übergriffe gegen sie international weitgehend unbeachtet. Religiöse Verfolgung untergrabe demokratische Grundwerte, destabilisiere fragile Regionen und berühre damit auch sicherheitspolitische Interessen westlicher Staaten.

Ungarn: Meilenstein in den bilateralen Beziehungen

Budapest wertete die Vereinbarung als weiteren Meilenstein in den bilateralen Beziehungen. Staatssekretär Azbej verwies auf die Arbeit von „Hungary Helps“, das nach ungarischen Angaben in den vergangenen Jahren in mehr als 50 Ländern Projekte für verfolgte Gemeinschaften unterstützt habe – insbesondere in den Bereichen Wiederaufbau, Bildung und lokale Stabilisierung. Das neue MOU soll gemeinsame Initiativen in Krisengebieten erleichtern und den Schutz religiöser Minderheiten stärker auf die internationale Agenda setzen.

Nur einen Tag später griff US-Präsident Donald Trump beim 74. National Prayer Breakfast in Washington das Thema Religion erneut auf und verband es mit dem Selbstverständnis der USA vor dem 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung. Trump kündigte für den 17. Mai auf der National Mall die Veranstaltung „Rededicate 250“ an, bei der die Vereinigten Staaten „neu Gott geweiht“ werden sollen. Zugleich verwies er auf seine religionspolitischen Prioritäten im Inland, darunter den Schutz religiöser Ausdrucksformen an öffentlichen Schulen, sowie auf außenpolitische Maßnahmen, die er als Einsatz für verfolgte Christen darstellte.

In seiner teils auf „X“ wiedergegebenen Rede zeichnete Trump das Bild einer religiösen Erneuerung in den USA und stellte den Glauben als gesellschaftliche Kraft dar: „Vielleicht ist das der Grund, warum es uns gut geht.“ Man könne kein großartiges Land haben, wenn man keine Religion habe. „Man muss an etwas glauben“, so Trump. „Man muss daran glauben, dass das, was wir tun, einen Sinn hat. Das ist etwas so Positives, und die Menschen beginnen, das zu erkennen, und gehen in die Kirche. Dort lernen sie andere Menschen kennen und gründen Familien. Diese Dinge geschehen gerade jetzt in unserem Land.“  DT/jg

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Christen

Weitere Artikel

Nicht nach dem Guten zu handeln, spielt dem Bösen in die Hand. Im Gleichnis vom verlorenen Sohn steht der ältere Sohn symbolisch für diese Haltung.
26.09.2026, 21 Uhr
Justina Metzdorf
Wie werden aus Getauften Apostel des Friedens? Der Adoratio-Kongress in Salzburg bot Gelegenheit zum geistlichen Training.
24.09.2026, 11 Uhr
Esther von Krosigk
Vom seligen Fulton Sheen lernen heißt, in die Öffentlichkeit gehen. Denn dort reden Christen heute leider immer seltener mit.
24.09.2026, 05 Uhr
Regina Einig

Kirche

Populismus schlecht, Migration gut? Auf diese Klischees will Bischof Erik Varden sich nicht einlassen. Ein Segen!
28.09.2026, 11 Uhr
Sebastian Ostritsch
Die katholischen Bischöfe treffen sich zu ihrer traditionellen Herbstversammlung. Die Gesprächsthemen reichen von AfD bis Kirchenreformen. Gewählt werden neue Kommissionsvorsitzende.
28.09.2026, 08 Uhr
Leo XIV. ruft in Lourdes eindringlich zur Umkehr auf. Und verteidigt die Stimme der Kirche im öffentlichen Diskurs des laizistischen Frankreichs.
27.09.2026, 13 Uhr
Regina Einig