Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung

USA: Lebensschützer loben Supreme-Court-Nominierung von Brett Kavanaugh

Lebensschützer bezeichnen die Nominierung des konservativen Juristen Brett Kavanaugh als „ausgezeichnete Wahl“ und loben ihn dafür, ein „Mann des Glaubens“ zu sein, der sich für den Schutz des Lebens einsetze.
US-Präsident nominiert Richter am Obersten Gerichtshof
Foto: Evan Vucci (AP) | 10.07.2018, USA, Washington D.C.: Brett Kavanaugh, konservativer Jurist, verlässt ein Treffen mit Senator Mitch McConnell. US-Präsident Trump hat Kavanaugh als neuen Richter am Obersten Gerichtshof der USA nominiert.

Katholische Organisationen und Pro-Life-Aktivisten in den USA haben mit Optimismus auf die Nominierung des Katholiken Brett Kavanaugh für den Obersten Gerichtshof reagiert. Indem er Kavanaugh für den freigewordenen Posten vorschlug, habe Präsident Trump „eine weitere ausgezeichnete Wahl getroffen“, erklärte Marjorie Dannenfelser, Vorsitzende der Lebensschutz-Organisation „Susan B. Anthony List“. Trump habe sein Versprechen gehalten, nur solche Juristen zu nominiern, die die Verfassung wörtlich auslegen. Sie bezeichnete Kavanaugh als „erfahrenen, prinzipientreuen Juristen“ mit einer starken Bilanz was den Schutz des Lebens und der Verfassungsrechte betrifft.

Der Vorsitzende der „Catholic Medical Association“, Peter T. Morrow, bezeichnete Kavanaugh als „solide“ hinsichtlich der Themen, die den Lebensschutz betreffen. Trump „löst weiterhin sein Versprechen ein, nur Pro-Life-Richter für den Supreme Court vorzuschlagen“, so Morrow.

Catherine Glenn Foster, Vorsitzende der Lebensschutz-Organisation „Americans United for Life“, betonte ebenfalls, dass der 53-jährige Kavanaugh die Verfassung wörtlich auslegen werde und der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet sei, „inklusive dem Schutz menschlichen Lebens“. Seine Nominierung sei ein „zukunftsträchtiger Moment“ für das Land und eine bedeutende Chance, das Oberste Gericht in eine konservative Richtung ausschlagen zu lassen. Jeanne Mancini, Mitorganisatorin des Marsches für das Leben, lobte Kavanaugh als „Mann des Glaubens“ und „Familienmenschen“, der „außergewöhnlich qualifiziert“ sei für den Supreme Court.

Kavanaugh war am Montagabend in Washington von US-Präsident Trump als Kandidat für den Supreme Court vorgeschlagen worden, nachdem der amtierende Richter Anthony Kennedy für Ende Juli aus Altersgründen seinen Rücktritt angekündigt hatte. Kavanaugh wurde vom ehemaligen Präsidenten George W. Bush 2007 zum Richter am Berufungsgericht in Washington ernannt. Der verheiratete Vater von zwei Töchtern, der in Washington regelmäßig die Messe im „Shrine of the Most Blessed Sacrament“ besucht, ist ein wörtlicher Verfechter der Verfassung. Das Recht auf Waffenbesitz verteidigt er, Abtreibungen sieht er äußerst kritisch. Bevor Kavanaugh sein Amt antreten kann, muss er vom US-Senat bestätigt werden. Das gilt als äußerst unsicher, da die Republikaner nur über eine knappe Mehrheit von 51 zu 49 Sitzen verfügen.

DT/mlu

Themen & Autoren
Anthony Kennedy Donald Trump Glaube

Weitere Artikel

Aus Anlass des 104. Katholikentags zeigt das Würzburger Kino Central den Spielfilm „Glaube“ als deutsche Voraufführung. 
15.05.2026, 09 Uhr
José García
Es gibt Momente, in denen Jesus sehr hart scheint. Auch wenn er angeblich nicht antwortet, ist es wichtig, ihm weiter zu vertrauen.
13.08.2026, 07 Uhr
Martin Linner
Das Oberstes Gericht in Pakistan hat nach einem Mord an einem Christen-Paar nun die Verurteilungen aller Hauptangeklagten aufgehoben.
07.08.2026, 15 Uhr
Michaela Koller

Kirche

Der eskalierende Streit zwischen Kirche und Regierung beschädigt die Autorität beider Seiten und spaltet ein Land, das von unfreundlichen Nachbarn umgeben ist.
14.08.2026, 17 Uhr
Stephan Baier
Katechismuslesen reicht nicht: Warum der Abtprimas der Benediktiner, Jeremias Schröder, der Mutter Jesu große Bedeutung für seinen Glauben beimisst.
14.08.2026, 15 Uhr
Esther von Krosigk
In Obertshausen erinnert neuerdings eine Statue an den Kirchenlehrer Johannes vom Kreuz und an den spanischen Wallfahrtsort Caravaca de la Cruz.
14.08.2026, 09 Uhr
Oliver Gierens
Tod in der Arena oder lebendig begraben im Bergbau? Im dritten Jahrhundert wurden auch Päpste zu Märtyrern. Der 13. August ist der Gedenktag des heiligen Papstes Pontianus.
12.08.2026, 21 Uhr
Claudia Kock
Wer und was in deutschen Bistümern willkommen ist, zeigt sich besonders deutlich im Umgang mit der traditionellen lateinischen Messe und der Priesterbruderschaft St. Pius X.
11.08.2026, 20 Uhr
Jakob Naser