Türkei lässt deutschen Pilger frei

Sigmar Gabriel sieht in der Freilassung von David Britsch, der von Schwerin aus zu einer Pilgerreise nach Jerusalem aufgebrochen war, als positives Signal.
Prozess gegen Menschenrechtler in Istanbul
Foto: Lefteris Pitarakis (AP) | Menschenrechtsaktivisten protestieren am 22.11.2017 mit einem Banner mit der Aufschrift "Gerechtigkeit für Rechteverteidiger" in türkischer Sprache vor einem Gericht in Istanbul Türkei.

Die Türkei hat den seit April festgehaltenen deutschen Pilger David Britsch freigelassen. "Es ist gut, dass Herr Britsch endlich wieder zu Hause in Deutschland ist", bestätigte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel in der Nacht zu Freitag. Damit seien Monate der Ungewissheit und des Wartens in türkischer Abschiebehaft endlich vorbei. Die Ausreise von Britsch sei "ein weiteres positives Signal" aus der Türkei, so Gabriel. Nach jüngsten Entscheidungen seien nun sechs Personen aus Gefängnissen entlassen worden oder hätten ausreisen dürfen. "Entscheidungen wie diese machen Hoffnung darauf, dass wir Schritt für Schritt Vertrauen wieder aufbauen und das bilaterale Verhältnis entkrampfen können", sagte der Minister. Auch im Fall des inhaftierten Journalisten Deniz Yücel habe die türkische Justiz "zumindest für eine Erleichterung der Haftbedingungen gesorgt".

Der 55 Jahre alte David Britsch war laut einem Bericht der "Welt" (Freitag) im November von seinem Wohnort Schwerin aus zu einer Pilgerreise nach Jerusalem aufgebrochen - zu Fuß und ohne Geld. Im April wurde er den Angaben zufolge in der türkischen Stadt Antakya festgenommen. Strafrechtliche Vorwürfe gegen ihn seien bis zuletzt nicht bekannt gewesen.

DT/KAP

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