Tschechiens Regierung für Homo-"Ehe"

Das Kabinett von Ministerpräsident Andrej Babis lehnt bei seiner Sitzung einen Gesetzesvorschlag von konservativen Abgeordneten ab, die Ehe in der Verfassung als Bund zwischen Mann und Frau festzuschreiben
Tschechiens Premierminister in Dresden
Foto: Sebastian Kahnert (dpa) | 11.06.2018, Sachsen, Dresden: Andrej Babis, Premierminister von Tschechien, spricht auf einem Empfang in der Sächsischen Staatskanzlei hinter dem roten Aufnahmelicht einer TV-Kamera.

Die neue tschechische Regierung will die Ehe in der Verfassung nicht ausschließlich als Bund zwischen Mann und Frau festschreiben. Das Kabinett von Ministerpräsident Andrej Babis lehnte laut Radio Prag bei seiner Sitzung am Dienstag einen entsprechenden Gesetzesvorschlag von rund 30 überwiegend konservativen Abgeordneten ab. Stattdessen unterstütze man einen Entwurf, der eine sogenannte "Ehe für alle" vorsieht, bestätigte Babis.

Bisher gibt es in Tschechien für gleichgeschlechtliche Paare nur die Möglichkeit eingetragener Partnerschaften. Diese sieht aber beispielsweise keine gemeinsame Adoption von Kindern vor. Ministerpräsident Babis will gleichgeschlechtlichen Paaren jedoch auch den Weg zur Adoption von Kindern öffnen.

DT/KAP

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Cornelia Kaminski
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