Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Washington

Trump fordert Verbot von Spätabtreibungen

Jedes menschliche Leben sei ein heiliges Geschenk Gottes, betont US-Präsident Donald Trump in seiner „Rede zur Lage der Nation“. Zudem lobt er die „Durchbrüche“ der amerikanischen Medizin.
Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Trump
Foto: Leah Millis (Pool Reuters/AP) | Betonte in seiner "Rede zur Lage der Nation", das jedes Kind ein heiliges Geschenk Gottes sei: der US-Präsident Donald Trump.

US-Präsident Donald Trump hat die amerikanischen Kongressabgeordneten dazu aufgefordert, Spätabtreibungen gesetzlich zu verbieten. In seiner „Rede zur Lage der Nation“ (State of the Union Address) vor allen Mitgliedern des US-Kongresses erklärte Trump am Dienstagabend: „Egal ob wir Republikaner, Demokraten oder Unabhängige sind, wir müssen uns sicher einig sein, dass jedes menschliche Leben ein heiliges Geschenk Gottes ist.“

Jedes Kind ein "Wunder des Lebens"

Zuvor hatte der US-Präsident die „neuen medizinischen Durchbrüche“ gelobt, die Mediziner in den USA immer wieder erzielten. So sei es Ärzten in einem Krankenhaus in Kansas City im Jahr 2017 beispielsweise gelungen, eines der am frühesten zur Welt gekommenen Babys überhaupt am Leben zu halten. Trump sprach von der heute zweijährigen Ellie Schneider, die zusammen mit ihrer Mutter auch während der Rede des Präsidenten anwesend war. „Ellie Schneider wurde als Kämpferin geboren, nach nur 21 Wochen und sechs Tagen, mit einem Gewicht von weniger als 500 Gramm.“ Dank der Fähigkeiten der Ärzte und der Gebete ihrer Eltern habe sie den Kampf um ihr Leben gewonnen.  

Das Mädchen erinnere daran, so Trump, dass jedes Kind ein „Wunder des Lebens“ sei. Das Ziel sollte es sein, dass jedes Baby die beste Chance habe, „sich zu entwickeln und zu wachsen wie Ellie“. Das Beispiel Ellie Schneiders verband Trump mit der Aufforderung an den Kongress, Investitionen von 50 Millionen US-Dollar zur Finanzierung neo-nataler Forschung zu billigen.

Rede zum "großen amerikanischen Comeback"

Lesen Sie auch:

Knapp zwei Wochen zuvor hatte der republikanische Amtsinhaber bereits beim alljährlichen „March for Life“ in der US-Hauptstadt Washington seine Unterstützung für den Lebensschutz zum Ausdruck gebracht. „Zusammen müssen wir die Würde und die Heiligkeit jedes menschlichen Lebens schützen, schätzen und verteidigen“, erklärte Trump vor den versammelten Teilnehmern.

In seiner mehr als 80-minütigen Rede zur Lage der Nation, die der US-Präsident jedes Jahr vor allen versammelten Kongressabgeordneten in der Kammer des Repräsentantenhauses hält, nahm das Thema Lebensschutz jedoch nur einen kleinen Teil von Trumps Redezeit ein. In der Ansprache unter dem Motto „Das große amerikanische Comeback“ (The Great American Comeback) schnitt der Republikaner zahlreiche, hauptsächlich innenpolitische, Themen an und lobte vor allem die mutmaßlichen Erfolge seiner Regierung während der vergangenen drei Jahre. 

DT/mlu

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen. Kostenlos erhalten Sie die aktuelle Ausgabe

Themen & Autoren
Redaktion Donald Trump Gott Kongress der Vereinigten Staaten

Weitere Artikel

Die von der Stadt Hannover empfohlene Vielfaltliteratur ist fern der Realität von Kindern – und lässt mich als Mutter ratlos zurück.
02.03.2026, 05 Uhr
Maria Fuchs
Das Wichtigste sind viele Nachfahren: Die Sinti-und-Roma-Kultur gilt traditionell als stark familienorientiert. Doch in Kultur und Alltag zeigen sich auch Schattenseiten.
26.02.2026, 19 Uhr
Elisabeth Hüffer
Die Mullahs in Teheran haben ihre Überlebensfähigkeit und ihren Widerstandswillen soeben bewiesen. Dennoch dreht Donald Trump gefährlich an der Eskalationsschraube.
23.03.2026, 16 Uhr
Stephan Baier

Kirche

Leo XIV. will zu den Anhängern des „Vetus Ordo“ Brücken schlagen. Seine Weisung an die Bischöfe Frankreichs weicht von der Linie seines Vorgängers ab.
26.03.2026, 17 Uhr
Guido Horst
Symposion: Ein wissenschaftlicher Blick auf Ursprung und Entwicklung kirchlicher Synoden.
27.03.2026, 11 Uhr
Reinhild E. Bues
Ein volles Seminar ist kein unerfüllbarer Wunschtraum: Im Vorfeld des Papstbesuchs in Madrid und Barcelona hat der Primas von Spanien eine ermutigende Botschaft.
26.03.2026, 17 Uhr
Regina Einig