Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Nahost-Konflikt

Terrorismus-Experte fordert stärkere Einschränkungen sozialer Medien

Der Terror in Nahost habe eine wachsende religiöse Dimension, meint der Politikwissenschaftler Peter Neumann.
Propalästinensische Demonstration in Istanbul
Foto: IMAGO/Muhmmad Al-Najjar / SOPA Images (www.imago-images.de) | "Großer Satan Amerika": Eine propalästinensische Demonstration in Istanbul zeigt die religiöse Dimension des Nahost-Konflikts

Der Politikwissenschaftler und Terrorismus-Experte Peter Neumann hat sich dafür ausgesprochen, Vereine, die der Hamas nahestehen, zu verbieten. Zudem sollten die Social-Media-Konzerne in die Pflicht genommen werden, pro-Hamas-Aktivitäten im Internet stärker einzuschränken. Dies sagte Neumann im Gespräch mit der „Tagespost“.

Die neuerliche Eskalation des Nahost-Konflikts habe auch eine neue religiöse Dimension erklärte Neumann. So sei zu beobachten, dass im terroristischen Bereich ethnische oder nationalistische Aspekte in den Hintergrund träten und religiöse wichtiger würden. Dies sei insofern problematisch, als der „Feind“ von Gruppen wie der Hamas „nicht mehr nur irgendein Gegner, mit dem man irgendwann auch einmal verhandeln könnte“ sei, sondern „in manchen Konstellationen Satan“. Dadurch sei die Hamas viel rigider als etwa früher die Palästinenserorganisation PLO, die auch terroristisch aktiv war.

Lesen Sie auch:

Den Erfolg der Hamas unter der palästinensischen Bevölkerung erklär Neumann mit dem Vertrauen, das die Terrororganisation durch religiöse und soziale Angebote schaffe. Zudem sei sie nicht so korrupt wie die palästinensische Autonomiebehörde, die im Westjordanland regiert.

Was daraus aus dem zukünftigen Umgang mit Palästinensern folgt, erfahren Sie im vollständigen Interview in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“ und hier online.

Themen & Autoren
Vorabmeldung Hamas PLO Satan Terrorismusexperten Terrororganisationen und Terrorgruppen

Weitere Artikel

Im Kampf gegen die Hamas kann Israel nicht auf China hoffen.
11.11.2023, 15 Uhr
Thorsten K. Schreiweis
Nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs galt die UNO als Hoffnungsträgerin. Heute kämpft sie um Glaubwürdigkeit – und ums finanzielle Überleben.
05.04.2024, 11 Uhr
Carsten Peters

Kirche

Rom will den Primat attraktiver machen – auch in der Ökumene. Eine gespaltene Welt spielt da aber nicht mit.
14.06.2024, 12 Uhr
Guido Horst
Der Vatikan drängt auf eine Klärung der Stellung des Bischofs von Rom innerhalb der universalen Christenheit.
14.06.2024, 10 Uhr
Giulio Nova
Ihr Glaube widerstand dem Elend: Schwester Petra Dinadasi hinterließ eine Spur der tätigen Liebe in den ärmsten Teilen Indiens.
14.06.2024, 10 Uhr
Oscar Lenius