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Söder: Vorstoß für Werteunterricht

Kinder aus Migrantenfamilien erst zum regulären Schulunterricht zulassen, wenn sie Sprach- und Wertekurse bestanden haben? Mit diesem Vorschlag hat Bayerns Ministerpräsident eine neue Debatte losgetreten.
Förderung von Migranten an Schulen
Foto: Hendrik Schmidt (dpa-Zentralbild) | Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will Kinder aus Migrantenfamilien erst nach Sprach- und Werteunterricht zum regulären Unterricht zulassen.

Der bayerischen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angeregt, Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien erst dann zum regulären Schulunterricht zuzulassen, wenn sie Sprach- und Wertekurse bestanden haben. Mit diesem Vorstoß handelte er sich Kritik von Seiten der FDP und der Grünen ein. Die integrationspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Linda Teuteberg, nannte den Vorschlag in der „Augsburger Allgemeinen“ (Montag) unausgegoren. „Ab wann und bei welchem Sprachniveau sollen die Migrantenkinder dann zusammen mit einheimischen Schülern lernen, was für die Integration ebenfalls wichtig ist? Und wie will man bei Kindern prüfen, ob sie ausreichend unsere Werte teilen?“ Richtig an Söders Forderung sei aber, dass sowohl die deutsche Sprache als auch deutsche Werte besonders wichtig für die Integration seien.

Filiz Polat, Sprecherin für Migrations- und Integrationspolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, forderte eine andere Ausrichtung der Bildungspolitik. Notwendig sei eine rasche Inklusion in die Regelklassen. „Der Zugang zu guter Bildung ist zentral für erfolgreiche Integration.“ Sie betonte: „Wir brauchen dringend eine ausreichende Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Fluchthintergrund, die sich tatsächlich an deren Bedürfnissen orientiert.“ Dafür sei es aber essenziell, dass die Ausstattung der Schulen finanziell verbessert und die entsprechende Lehrerausbildung reformiert würden.

DT/KNA

 

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