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Schwere Gefechte im Sudan

Machtkampf zwischen Armee und Paramilitärs: Mehr als drei Millionen Menschen sind auf der Flucht.
UN-Sicherheitsrat zum Sudan
Foto: IMAGO/Bianca Otero (www.imago-images.de) | Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York zum Sudan. Im Machtkampf zwischen der sudanesischen Armee unter Kommando des sudanesischen Generals Abdel Fattah al-Burhan und den rivalisierenden paramilitärischen ...

Im Sudan gibt es weiter schwere Gefechte zwischen den rivalisierenden Lagern der Armee und des Paramilitärs. Im Machtkampf zwischen der sudanesischen Armee unter Kommando des sudanesischen Generals Abdel Fattah al-Burhan und den rivalisierenden paramilitärischen Einheiten seines Stellvertreters Mohammed Hamdan Daglo haben sich die Fronten weiter verhärtet. Die Zahl der Opfer in der Zivilbevölkerung dürfte noch weiter steigen. Nach Angaben der Hilfsorganisation Save the Children steigt auch die Seuchengefahr. Tausende verwesende Leichen liegen demnach in den Straßen der Hauptstadt Khartum. 

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Jüngsten Statistiken zufolge sind mehr als drei Millionen Menschen auf der Flucht, von denen fast eine Million in den Nachbarländern gelandet ist – Länder, die selbst von humanitären Krisen und einer hohen Zahl von Vertriebenen betroffen sind. Das Land mit den meisten Zugängen ist zweifellos der Tschad, wo die Zahl der verzweifelten Sudanesen auf etwa 310.000 gestiegen ist.

Vikariat im Tschad ruft auf, Flüchtlingen aus dem Sudan zu helfen

Das Vikariat Mongo im Tschad ruft in einem Appell dazu auf, Tausenden von Flüchtlingen aus dem Sudan zu helfen. „Auch wenn in Europa nicht viel darüber gesprochen wird, findet im Sudan seit dem 15. April 2023 ein dramatischer bewaffneter Kampf zwischen rivalisierenden Fraktionen statt, die von zwei Generälen angeführt werden, welche seit Jahren um die Macht ringen. Dieser Bruderkrieg treibt die Bevölkerung im ganzen Land zur Flucht in die Nachbarländer, insbesondere in den Tschad“, hieß es nach Angaben von Fides in dem Appell, unterschrieben von Pater Fabio Mussi, dem Koordinator des Projekts.

„Es darf auch nicht vergessen werden, dass die derzeitige Welle von Vertriebenen aus dem Sudan zu den mehr als 400.000 sudanesischen Flüchtlingen hinzukommt, die seit 2003 aufgrund früherer Konflikte, etwa in Darfur, im Osten des Tschad leben", sagte Sabrina Atturo, internationale Mitarbeiterin der Jesuiten-NGO MAGIS, der Agentur Fides.

Amnesty International wirft den Konfliktparteien im Sudan gezielte Angriffe auf Krankenhäuser und Kirchen, vorsätzliche Tötungen und Vergewaltigungen vor. Die internationale Gemeinschaft müsse mehr helfen.  DT/chp

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