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Priester: „Ich bleibe bis zur letzten Minute“

Missionare beklagen islamische Indoktrination in Flüchtlingslagern.
Flüchtlinge im Südsudan
Foto: Peter Louis (World Food Programme) | Menschen, die aus dem Sudan geflohen sind, steigen von der Ladefläche eines Lastwagens im südsudanesischen Flüchtlingslager Renk.

Seit rund drei Wochen dauert der gewaltsame Konflikt im Sudan an. Durch die Kämpfe wurden bereits Tausende Menschen getötet, verletzt oder in die Flucht getrieben. Trotz der andauernden Kämpfe ist die katholische Kirche weiterhin vor Ort und kümmert sich um die bedürftigen Menschen. Gegenüber dem katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ betonte ein Missionspriester, dass er trotz der verschärften Kämpfe so lange wie möglich im Land bleiben werde, um den von der Gewalt betroffenen Menschen zu dienen. „Ich möchte bis zur letzten Minute bleiben und die Menschen nicht alleinlassen“, betonte der Missionar, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben muss. „Viele unserer Katholiken sind (in die Kirche) gekommen, denn die Kirche ist ihre Hoffnung. Aber wir stehen vor den gleichen Herausforderungen wie die übrigen Einwohner.“  

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Der Konflikt hat zu Vertreibungen innerhalb und außerhalb des Sudans geführt. Mehr als 40 000 Menschen sind bereits in den Südsudan geflohen. Die Flüchtlinge sind im nördlichsten Bundesstaat, Upper Nile (deutsch Obernil), untergebracht, teilte ein im Südsudan tätiger Missionar der „Tagespost“ mit. Nach diesen Informationen erhalten die Flüchtlinge in den Lagern Schulbildung nur in sogenannten Madrasas (Islamschulen), damit sie zum Islam konvertieren. Es ist den Kirchen und westlichen NGOs verboten, dort Unterricht anzubieten. Der Plan sei es, auf diese Weise den Süden doch noch zu islamisieren. Angehörige der Ethnie der Dinka würden offenbar schnell bereit sein, zum Islam zu konvertieren. Demgegenüber würden sich Nuer weigern. Unterdessen warnte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP)  davor, dass in den kommenden Monaten weitere 2 bis 2,5 Millionen Menschen im Sudan aufgrund der anhaltenden Gewalt in den Hunger abrutschen könnten. Mehr als 19 Millionen Menschen, zwei Fünftel der Bevölkerung, wären dann betroffen. (DT/chp)

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