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NRW-Integrationsstaatssekretärin: Integration braucht gemeinsames Wertefundament

Zu lange sei geglaubt worden, der Zugang zu Sprache, Bildung und Arbeit reiche aus, damit Integration gelingt, schreibt die nordrhein-westfälische Integrationsstaatssekretärin Serap Güler in einem Gastbeitrag für die „Tagespost“.
Bundeskanzlerin bei "Sport und Integration"
Foto: Kay Nietfeld (dpa) | 13.06.2018, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (2.v.r) beobachtet vor dem Integrationsgipfel das Training vom SV Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 neben Annette Widmann-Mauz (3.v.r, beide CDU), Beauftragte der ...

Die nordrhein-westfälische Integrationsstaatssekretärin Serap Güler beklagt, dass bei Diskussionen über Integration vorrangig an Flüchtlinge gedacht wird. Dies greife zu kurz, denn Integration gehe alle an, meint die CDU-Politikerin in einem Gastbeitrag für die „Tagespost“. „Integration kann nur im Zusammenspiel innerhalb der freiheitlich-demokratischen Grundordnung gelingen.“ Zu lange sei  von Seiten der Politik geglaubt worden, der Zugang zu Sprache, Bildung und Arbeit reiche aus, damit Integration gelingt, schreibt Güler. Sie betont jedoch: „Erfolgreich kann sie nur sein, wenn ein gemeinsames Wertefundament geteilt wird.“ Die Aufgabe der Politik sei es, solche Debatten zu befördern. Geführt werden müssten sie, so Güler, von allen und auf Augenhöhe. „Die Migranten sind ausdrücklich aufgefordert, mitzureden und zu gestalten.“

Dass Bundesinnenminister Horst Seehofer dem Integrationsgipfel, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeladen hatte, ferngeblieben ist, hält Güler für ein falsches Signal. Dies zeige, dass auch Seehofer das Thema Integration auf Flüchtlinge reduziere. „Im Mittelpunkt muss aber eine Wertedebatte stehen, die die Mehrheitsgesellschaft und die Menschen mit Migrationsgeschichte erreicht.“ Die jüngsten Diskussionen um Migranten mit antisemitischen Einstellungen oder auch um Türkeistämmige hätten gezeigt, wie notwendig dies sei.

DT

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 21. Juni.

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