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Nach dem Leipziger Drohnen-Vorfall: Bürger schaut genau hin

Es war ein Flughafenmitarbeiter, der die Drohne entdeckte, keine Sicherheitsbehörde. Aufmerksame Bürger sind für die Sicherheit unverzichtbar.
Drohne am Leipziger Flughafen entschärft
Foto: IMAGO / EHL Media | Es war ein Flughafenmitarbeiter, der so die Drohne zu Boden befördert hat, die am Leipziger Flughafen beinahe zur Katastrophe geführt hätte. Experten der Bundespolizei mussten später die Sprengvorrichtung entschärfen.

Ein Fußtritt: Es war ein Flughafenmitarbeiter, der so die Drohne zu Boden befördert hat, die am Leipziger Flughafen beinahe zur Katastrophe geführt hätte. Experten der Bundespolizei mussten später die Sprengvorrichtung entschärfen. Der Fußtritt hätte auch schiefgehen können. Der Mitarbeiter war sich offenbar gar nicht bewusst, in welcher Gefahr er sich befunden hat.

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Trotzdem: Der Vorfall unterstreicht, ohne solch aufmerksame Mitbürger wie diesen Mann sind alle großsprecherischen Sicherheitskonzepte vor allem viel Papier. Er war es, der überhaupt bemerkt hatte, dass die Drohne auf der Start- und Landebahn herumschwirrte.

Angriffe, die auf die Stimmungslage der Bevölkerung abzielen

Dieses Beispiel zeigt, in welcher Bedrohungslage wir uns befinden. Ob Russland tatsächlich hinter diesem Anschlag steckt, müssen die Ermittlungen zeigen. Aber eines steht fest: Der Krieg Russlands gegen die Ukraine strahlt längst über das eigentliche Kriegsgebiet hinaus. Solche Anschläge sind nicht nur gegen die Ukraine gerichtet, wie hier wahrscheinlich, da die Drohne in der Nähe einer ukrainischen Frachtmaschine positioniert war. Sie zielen auf die Stimmungslage der Bevölkerung ab. Solche Anschläge sind wie Nadelstiche, das Angriffsziel: die sowieso schon merklich angekratzte Psyche der Deutschen. 

Gerade deswegen sind aufmerksame Bürger so wichtig, die die brenzlige Sicherheitslage zur Kenntnis nehmen, aber nicht verzweifeln, sondern gerade daraus eine besondere Verantwortung ableiten. Allerdings: Die Bürger müssen besser darüber informiert werden, wie sie in solchen Situationen reagieren müssen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Es geht nicht um Harakiri, sondern um Verantwortung.                 

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Sebastian Sasse

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