Der Vatikan hat am Montag das offizielle Programm für die Lateinamerika-Reise von Papst Leo XIV. im November veröffentlicht. Der gebürtige US-Amerikaner, der auch die peruanische Staatsbürgerschaft besitzt, besucht vom 6. bis 17. November Uruguay, Argentinien und Peru.
Zum Auftakt wird er in Uruguays Hauptstadt Montevideo erwartet, wo er sich am ersten Reisetag mit Vertretern von Staat, Zivilgesellschaft und der katholischen Kirche des Landes trifft. Für den 7. November ist eine große öffentliche Messe in Paysandú an der argentinischen Grenze geplant. Am Abend folgt eine Andacht mit dem Papst in Montevideos Fußballstadion Estadio Centenario.
Nach einer Messe am Nationalheiligtum der „Virgen de los Treinta y Tres“ in Florida, rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt, reist Leo XIV. am 8. November weiter nach Argentinien, wo er auch den wirtschaftsliberalen Präsidenten Javier Milei treffen wird. Die Katholiken im Heimatland seines Vorgängers Franziskus (2013–2025) warteten zwölf Jahre vergeblich auf einen Papstbesuch.
Besuch im Gefängnis
Vom 9. bis 11. November erwarten das Kirchenoberhaupt drei dicht getaktete Tage. In Claypole im Süden des Großraums Buenos Aires besucht er eine kirchliche Einrichtung für Menschen mit Behinderung und aus prekären Verhältnissen. Anschließend feiert er eine Messe in der Hauptstadt am Monumento de los Españoles. Nachmittags spricht er an der Katholischen Universität von Argentinien (UCA) zu Vertretern der Arbeitswelt, bevor er sich mit Repräsentanten anderer Kirchen und Religionen trifft.
Weitere Höhepunkte seines Argentinien-Aufenthalts sind eine Messe mit Zehntausenden Gästen auf dem Gelände einer Offiziersschule der Luftwaffe in Córdoba sowie eine Gebetswache mit Jugendlichen – wieder am Monumento de los Españoles. Neu ins Programm aufgenommen wurde ein Gefängnisbesuch: bei Häftlingen im „Complejo Penitenciario Federal“ in Buenos Aires. Nach der Wallfahrtsmesse vor der Basilika von Luján, dem wichtigsten Marienheiligtum des Landes, reist Leo XIV. am 11. November weiter nach Peru. Dort war er in Chiclayo von 2015 bis 2023 Bischof und zuvor bereits als Ordensmann tätig.
Treffen mit Indigenen
Nach dem Staatsempfang in Lima wird sich der Papst am 12. November mit Zehntausenden Jugendlichen und Studenten im Fußballstadion Estadio Monumental in der Hauptstadt treffen. Mehrere Termine in den Folgetagen finden in seiner „Heimatdiözese“ Chiclayo im Norden des Landes statt, darunter eine Freiluftmesse in den Pampas de Pimentel.
Danach weitet sich die Reise nach Cusco in den Anden und ins Amazonasgebiet nach Pucallpa aus, wo ein Treffen mit Vertretern der indigenen Gemeinden geplant ist. Die große Abschlussmesse findet am 16. November in Lima auf dem Luftwaffenstützpunkt Las Palmas statt. Am Morgen des 17. November wird der Papst in Rom zurückerwartet.
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