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Karl-Theodor zu Guttenberg regt an, über europäische Nuklearwaffen nachzudenken

Früherer Verteidigungsminister fordert eine eigene europäische Abschreckung, die Aggressoren von Angriffen abhält. 
Karl-Theodor zu Guttenberg  fordert eine eigene europäische Abschreckung
Foto: IMAGO/Eventpress Becher (www.imago-images.de) | Karl-Theodor zu Guttenberg regte in einen Gespräch mit der Herder-Korrespondenz an, Europa nuklear aufzurüsten.

Um der Abschreckung willen müsse mehr über europäische Nuklearwaffen nachgedacht werden: Das fordert Karl-Theodor zu Guttenberg in einem Gespräch mit der Herder-Korrespondenz, das in der Juli-Ausgabe erscheint. 

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„Wir brauchen europäische und deutsche Streitkräfte, die in der Lage sind, Angriffe von außen wirkungsvoll zu verteidigen“, so Guttenberg, der von 2009 bis 2011 Bundesminister für Verteidigung war. Guttenberg hält es für erforderlich, dass Europa in Sicherheitsfragen auch ohne die USA zu Verteidigung und Abschreckung fähig sei.

Sicherheit für die Ukraine

Es sei, so der frühere Minister, so viel Aufrüstung nötig, wie es bedürfe, um einen potenziellen Aggressor bereits im Vorfeld von militärischen Aktionen abzuhalten. In den seiner Vorstellung nach noch zu schaffenden europäischen Verteidigungsstrukturen müsse dann nicht jedes Land das volle Spektrum vorhalten. Guttenberg kritisiert, dass Deutschland in dieser Hinsicht gegenwärtig nicht annähernd die Minimalanforderungen erreiche.

Im Blick auf ein mögliches Ende des Kriegs in der Ukraine sagt er: „Es erscheint schwer vorstellbar, dass sich eine der Parteien mit ihren Maximalforderungen durchsetzt.“ Um ein Wiederaufflammen des Konflikts zu verhindern, sei es in jedem Fall danach nötig, die Ukraine mit ausreichend Sicherheitsgarantien und einer schlagkräftigen Verteidigung auszustatten. DT/pwi/Pressemeldung HK

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