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Kardinal Marx spendet weiter für Seenotretter

Ein Tweet der Flüchtlings-Hilfsorganisation "Mission Lifeline" über Anbahnung von Scheinehen löst Debatte aus.
Seenotrettung im Mittelmeer: Kardinal Marx spendet weiter
Foto: Javier Fergo (AP) | Seenotrettung im Mittelmeer: Kardinal Reinhard Marx spendet weiter.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, steht trotz einer Debatte über den Aufruf zu Scheinehen zu seiner Spende von 50.000 Euro an die Seenot-Rettungsorganisation "Mission Lifeline".

Unterstützung der Seenotrettung aus humanitären Gründen

"Wir unterstützen die Seenotrettung aus humanitären Gründen, weil noch immer Menschen auf dem Mittelmeer sterben", sagte Marx' Sprecher Bernhard Kellner der "Bild"-Zeitung.

Kritik an Anbahnung von Scheinehen

Zur möglichen Anbahnung von Scheinehen ging er aber auf Distanz. "Eine Ehe ist ein Bund von zwei Menschen, der nicht aus anderen Zwecken eingegangen werden sollte", so Kellner. Der Sprecher bestätigte, dass aus Mitteln der Erzdiözese München und Freising inzwischen eine weitere Spende in gleicher Höhe an Seenotretter ging.

Bundesinnenministerium: Scheinehe "massiver Verstoß gegen deutsches Recht"

Ein Tweet von "Mission Lifeline" im Kurznachrichtendienst Twitter hat zuletzt scharfe Kritik von führenden Unions-Politikern nach sich gezogen. "Ihr seid noch nicht verheiratet? Vielleicht verliebt Ihr Euch zufällig in einen Menschen, der*die hier noch kein Bleiberecht hat. Könnte passieren, oder? Bleibt offen!", hieß es in dem Tweet der Flüchtlings-Hilfsorganisation. "Das Eingehen einer Ehe allein zum Zweck, einen Aufenthaltstitel zu erhalten, ist ein massiver Verstoß gegen deutsches Recht", reagierte darauf etwa der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer. Mit einem humanitären Rettungsgedanken habe dies in seinen Augen "absolut nichts mehr zu tun", sagte der CSU-Politiker.

KAP/KNA/DT (jobo)

 

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