Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel erhält den Elisabeth-Preis des Caritasverbands der Diözese Augsburg. Damit werden ihre Haltung und ihr Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt gewürdigt, wie der katholische Wohlfahrtsverband am Dienstag in Augsburg mitteilte.
„Gerade jetzt braucht unser Land Menschen, die für Menschlichkeit und Miteinander stehen“, erklärt Caritasdirektor Markus Müller. Die Caritas würdige mit dem Preis „die herausragenden Verdienste von Angela Merkel und ihr Wirken für Solidarität, Verantwortung und ein respektvolles Miteinander“. Die Preisverleihung, so heißt es in der Mitteilung weiter, habe Symbolkraft: „Als Friedensstadt steht Augsburg für Dialog, Verständigung und das friedliche Zusammenleben. Die Hl. Elisabeth steht für Einsatz für Menschen in Not und das solidarische Miteinander.“
Bosetti hält Laudatio
Laut Mitteilung wird Merkel die höchste Auszeichnung des Verbands am 25. September im Rahmen eines Festaktes im Goldenen Saal der Stadt Augsburg persönlich entgegennehmen. Anwesend sein werden auch der Augsburger Bischof Bertram Meier und die Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa. Die Laudatio hält die Schriftstellerin und Kabarettistin Sarah Bosetti.
Die Veranstaltung ist Auftakt zu den „Caritas-Aktionstagen“ rund um den Caritas-Sonntag 2026. In diesem Jahr ist die Diözese Augsburg Gastgeber der Zentralveranstaltung für die Eröffnung der bundesweiten Herbstsammelaktion. Die Tage stehen unter dem Jahresmotto „Zusammen geht was! Caritas verbindet Generationen“.
Der Name des Preises geht auf die heilige Elisabeth von Thüringen (1207–1231) zurück, die Menschen in Not half. Sie ist die Schutzpatronin der Caritas. Die Auszeichnung wird in Form einer Urkunde und eines Glasquaders verliehen. In diesen wird die Statue der Heiligen per Laser eingearbeitet, die der Augsburger Weihbischof Rudolf Schmid (1914–2012) der Caritas vor vielen Jahren gestiftet hat. DT/KNA
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