Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Augsburg

„Herausragende Verdienste“: Caritas-Preis für Angela Merkel

Laudatio von ÖRR-Kabarettistin Sarah Bosetti: Die Altkanzlerin soll den Elisabethpreis erhalten. „Gerade jetzt“ brauche es „Menschen, die für Menschlichkeit und Miteinander stehen“,
Angela Merkel
Foto: Imago/STAR-MEDIA | Auf den Spuren der heiligen Elisabeth: Angela Merkel soll nun aufgrund ihres Wirkens für Solidarität von der Caritas geehrt werden.

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel erhält den Elisabeth-Preis des Caritasverbands der Diözese Augsburg. Damit werden ihre Haltung und ihr Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt gewürdigt, wie der katholische Wohlfahrtsverband am Dienstag in Augsburg mitteilte.

Lesen Sie auch:

„Gerade jetzt braucht unser Land Menschen, die für Menschlichkeit und Miteinander stehen“, erklärt Caritasdirektor Markus Müller. Die Caritas würdige mit dem Preis „die herausragenden Verdienste von Angela Merkel und ihr Wirken für Solidarität, Verantwortung und ein respektvolles Miteinander“. Die Preisverleihung, so heißt es in der Mitteilung weiter, habe Symbolkraft: „Als Friedensstadt steht Augsburg für Dialog, Verständigung und das friedliche Zusammenleben. Die Hl. Elisabeth steht für Einsatz für Menschen in Not und das solidarische Miteinander.“

Bosetti hält Laudatio

Laut Mitteilung wird Merkel die höchste Auszeichnung des Verbands am 25. September im Rahmen eines Festaktes im Goldenen Saal der Stadt Augsburg persönlich entgegennehmen. Anwesend sein werden auch der Augsburger Bischof Bertram Meier und die Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa. Die Laudatio hält die Schriftstellerin und Kabarettistin Sarah Bosetti.

Die Veranstaltung ist Auftakt zu den „Caritas-Aktionstagen“ rund um den Caritas-Sonntag 2026. In diesem Jahr ist die Diözese Augsburg Gastgeber der Zentralveranstaltung für die Eröffnung der bundesweiten Herbstsammelaktion. Die Tage stehen unter dem Jahresmotto „Zusammen geht was! Caritas verbindet Generationen“.

Lesen Sie auch:

Der Name des Preises geht auf die heilige Elisabeth von Thüringen (1207–1231) zurück, die Menschen in Not half. Sie ist die Schutzpatronin der Caritas. Die Auszeichnung wird in Form einer Urkunde und eines Glasquaders verliehen. In diesen wird die Statue der Heiligen per Laser eingearbeitet, die der Augsburger Weihbischof Rudolf Schmid (1914–2012) der Caritas vor vielen Jahren gestiftet hat. DT/KNA

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Jetzt die „Tagespost“ abonnieren und nichts mehr verpassen.

Themen & Autoren
Meldung Bertram Meier Bistum Augsburg Caritas

Weitere Artikel

Der AfD schreiben ihre Wähler eine hohe Wirtschaftskompetenz zu. Zu Unrecht, meint Carl-Victor Wachs. Die Brandmauer habe sie bisher davor geschützt, sich beweisen zu müssen.
07.09.2026, 18 Uhr
Sebastian Sasse
Die PiS-Partei hat sich vom früheren Premier Morawiecki getrennt. Das macht sie nicht nur schwächer gegenüber Premier Tusk, sie verliert an Dominanz bei den Rechten.
31.08.2026, 07 Uhr
Stefan Meetschen

Kirche

Grün schlug 1992 vor, einen beschuldigten Priester im Dienst zu lassen. An den Fall erinnerte er sich am Freitag nicht, nach Angaben von Münsterschwarzach jetzt offenbar doch.
09.09.2026, 12 Uhr
Meldung
Es soll eine „Botschaft des Friedens“ werden: Papst Leos Besuch in Metz, dem „Herz Europas“, steht im Zeichen Robert Schumans. Dazu äußerte sich auch Kardinal Hollerich.
08.09.2026, 17 Uhr
Elisabeth Hüffer
Die Bauerstochter diente im Zweiten Weltkrieg als Ordensschwester kranken Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern. Ein spektakuläres Heilungswunder ermöglichte die Seligsprechung.
09.09.2026, 05 Uhr
Claudia Kock
Mariä Geburt: Die Kirche feiert den Geburtstag einer Frau, die Weltgeschichte schrieb. Doch warum wird sie als Morgenröte besungen?
08.09.2026, 14 Uhr
Dorothea Schmidt
Man wolle man das politische Handeln „kritisch begleiten“: Christliche Kirchen äußern sich zur Landtagswahl. „Schlimme Befürchtungen” seien wahrgeworden.
07.09.2026, 14 Uhr
Meldung