Zwei Monate stand da unbemerkt diese Erklärung auf der Webseite der Essener Tafel, und als die Westdeutsche Allgemeine Zeitung schließlich das Thema aufgriff, brach im Jahr 2018 ein bundesweiter Sturm los: Keine „zusätzlichen Ausländer“ wolle man mehr aufnehmen bei der Lebensmittelausgabe an Bedürftige, die „deutsche Oma“ fühle sich durch offensiv auftretende Männergruppen unangenehm bedrängt, befand der Vorsitzende der Essener Tafel, Jörg Sartor. Überhaupt sei das Zahlenverhältnis zwischen Deutschen und Ausländern innerhalb der Tafel-Kundschaft aus den Fugen geraten, spiegele nicht mehr den auf Hilfe angewiesenen Teil der Bevölkerung wider.
Politisch heimatloser Bollerkopp
Jörg Sartor sorgte für weltweite Medienaufmerksamkeit, als er Flüchtlinge von der „Essener Tafel“ ausschloss. Auch heute noch hat der 70-jährige ehemalige Bergmann eine ganz eigene Sicht auf die soziale Lage, die Zukunft der Tafeln und die SPD.
