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Ex-FPÖ-Chef Strache plant Comeback

Der ehemalige Vizekanzler will trotz Ibiza-Skandal Bürgermeister von Wien werden.
Ex-FPÖ-Chef Strache
Foto: Herbert Neubauer (APA)/dpa | Heinz-Christian Strache, ehemaliger FPÖ-Chef, hebt beim Aschermittwochtreffen der Allianz für Österreich (DAÖ) seine Maß.

Lange währte sein Abschied von der Politik nicht: Der frühere FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat am Aschermittwochabend bekanntgegeben, bei der Wiener Gemeinderatswahl antreten und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) herausfordern zu wollen.

Strache musste im Mai des Vorjahres zurücktreten, nachdem ein auf Ibiza heimlich aufgenommenes Video öffentlich wurde, das ihn in ethisch wie juristisch äußerst fragwürdigen Situationen zeigt. Daraufhin trat er als FPÖ-Parteichef und Vizekanzler zurück, verzichtete auf ein ihm zustehendes Mandat im Europäischen Parlament und verkündete schließlich – um einem Parteiausschluss zuvor zu kommen – seinen völligen Rückzug aus der Politik.

Straches Antreten würde der FPÖ massiv schaden

Damit ist seit Mittwochabend Schluss: Im Rahmen des Aschermittwochtreffens der „Allianz für Österreich“ (DAÖ), einer kleinformatigen FPÖ-Abspaltung, sagte Strache in Wien: „Es wird diesen Neustart mit mir geben!“ Und: „Das Match in Wien wird Bürgermeister Ludwig gegen seinen Herausforderer H.C. Strache lauten.“ Zu den gegen ihn laufenden strafrechtlichen Ermittlungen meinte er gegenüber dem ORF: „Ich habe ein reines Gewissen.“

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Politische Beobachter gehen davon aus, dass Strache im Fall einer Kandidatur in den Wiener Landtag und Gemeinderat einziehen würde. Ob für ihn ein zweistelliges Ergebnis erreichbar ist, gilt als unsicher, obgleich die FPÖ bei der jüngsten Wahl in Wien 2015 mehr als 30 Prozent schaffte. Straches Antreten würde in jedem Fall seiner früheren Partei, der FPÖ, massiv schaden.

DT/sba

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Redaktion Freiheitliche Partei Österreichs Heinz-Christian Strache Michael Ludwig SPÖ

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