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EKD bestätigt Ausstieg aus "Woche für das Leben"

Die öffentliche Wirkung der Initiative sei zuletzt „nur noch sehr partiell und regional unterschiedlich“ gegeben gewesen, so ein EKD-Sprecher.
Woche für das Leben bald ohne EKD
Foto: IMAGO/Detlef Heese (www.imago-images.de) | Vertreter der beiden großen Kirchen im April dieses Jahres bei einem Gottesdienst im Osnabrücker Dom im Rahmen der Woche für das Leben.

Bereits Anfang der Woche hatten mehrere Medien darüber berichtet, dass sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) nicht mehr an der seit 1994 mit der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK) veranstalteten „Woche für das Leben“ beteiligen werde. Dies hat die EKD nun bestätigt. Ein Sprecher der EKD erklärte gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd), man habe das Sekretariat der DBK am Dienstag bei einer gemeinsamen Sitzung in Hannover darüber informiert, dass sich die EKD ab 2024 „in anderen Formaten“ für den Lebensschutz einsetzen werde.

EKD: Lebensschutz weiter von höchster Bedeutung

Somit wird die ökumenische Lebensschutz-Initiative im kommenden Jahr zum letzten Mal unter Beteiligung der EKD stattfinden. Zur Begründung teilte der EKD-Sprecher mit, dass die öffentliche Wirkung der „Woche für das Leben“ in den letzten Jahren „nur noch sehr partiell und regional unterschiedlich“ gegeben gewesen sei. Gleichzeitig betonte er, dass der Lebensschutz auch weiterhin für die evangelische Kirche von höchster Bedeutung sei. 

Lesen Sie auch:

Die „Woche für das Leben“ ist eine jährlich stattfindende, bundesweite ökumenische Aktion der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland, um sich für den Schutz menschlichen Lebens stark zu machen. 1991 wurde sie auf Initiative der DBK und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) ins Leben gerufen, 1994 trat der Rat der EKD bei.  DT/mlu

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