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CV appelliert an den Cartellbruder Merz

Der Cartellverband weist die Positionen von Frauke Brosius-Gersdorf zum Menschen- und Lebensschutz zurück. Die katholischen Akademiker appellieren an die Abgeordneten entsprechend abzustimmen.
Bundeskanzler Friedrich Merz im Bundestag
Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur (www.imago-images.de) | Merz unter Druck: Man sehe mit großer Sorge der Besetzung des Bundesverfassungsgerichtes entgegen, teilte der CV am Donnerstag mit.

Jetzt meldet sich mit dem Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) auch der größte katholische Akademikerverband zur Causa Brosius-Gersdorf zu Wort. Man sehe mit großer Sorge der Besetzung des Bundesverfassungsgerichtes entgegen, teilte der Verband am Donnerstag mit.

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Der Vorsitzende im CV-Rat des Cartellverbandes, Claus-M. Lommer, berichtet, dass ihm in  den vergangenen Tagen in steigendem Maße von Mitgliedern Unverständnis über den Vorschlag zum Ausdruck gebracht worden sei, Frauke Brosius-Gersdorf zur Bundesverfassungsrichterin zu wählen.

Lommers Bitte an die Abgeordneten

Denn die Kandidatin vertrete eine Position zum Menschen- und Lebensschutz, die mit der Auffassung des katholischen Verbandes zur uneingeschränkt geltenden Menschenwürde nicht im Einklang stehe.

Lommer bittet daher die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, dies bei ihrer geheimen Wahl zur Besetzung des Bundesverfassungsgerichts morgen zu berücksichtigen. Ein Appell, der sich wohl nicht zuletzt an Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz richtet. Der ist nämlich der prominenteste Cartellbruder im Parlament wie auf der Regierungsbank.  DT/sesa

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