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Amerika liefert. Jetzt ist Europa am Zug

Die milliardenschwere US-Hilfe für die Ukraine ist ein Weckruf an Europa, denn Amerika hat uns allen nur Zeit erkauft.
US-Kapitol in Washington, D.C.
Foto: IMAGO/Bryan Olin Dozier (www.imago-images.de) | Für ein Hilfspaket im Umfang von umgerechnet 57 Milliarden Euro stimmte das US-Repräsentantenhaus am Wochenende.

Lange, ungewiss und hürdenreich war der Weg zu dieser möglicherweise kriegsentscheidenden Ukraine-Unterstützung der USA. Letztlich setzte sich noch einmal – und erstaunlich deutlich – jene amerikanische Tradition durch, die an eine weltpolitische Verantwortung Amerikas glaubt und das Ideal der Freiheit hochhält. Dass es auch eine isolationistische und eine imperiale, eine egoistische und eine zynische Tradition amerikanischer Außenpolitik gibt, sei nicht nur der Vollständigkeit halber, sondern auch mit Blick auf die Wahlen am 5. November erwähnt. 

Vielleicht das letzte große Paket aus Übersee

Für den Augenblick aber hat Amerika noch einmal weltpolitische Verantwortung übernommen, hat dem tapferen Überlebenskampf der Ukrainer eine neue Chance eingeräumt. Nicht nur die Ukrainer, deren Verteidigungsbereitschaft ungebrochen ist, haben mit der Hilfszusage von umgerechnet rund 57 Milliarden Euro Zeit gewonnen, sondern auch das vereinte Europa. Denn Europa hat zwar das despotisch-imperialistische System von Wladimir Putin mittlerweile durchschaut, sich aber noch immer nicht zu jener Entschlossenheit aufgerafft, die der Ukraine Sicherheit geben könnte.

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Bei allem Jubel über die gewaltige Hilfszusage Washingtons dürfen Europa und die Ukraine nicht übersehen, dass es vielleicht das letzte große Paket aus Übersee ist. Amerika wird seine Aufmerksamkeit verstärkt anderen Problemen zuwenden – etwa der Kriegsgefahr im Pazifik. Allerhöchste Zeit für die Europäer, endlich selbst Verantwortung für die Sicherheit und die Freiheit auf ihrem Erdteil zu übernehmen!

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Stephan Baier Wladimir Wladimirowitsch Putin

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