Ein erkenntnisfördernder Perspektivenwechsel ist dem an der Universität Wien lehrenden, renommierten Historiker Oliver Jens Schmitt gelungen. Indem er die Blickachse dreht und die europäisch-russische Beziehungsgeschichte nicht als Ost-West-Erzählung darlegt, sondern Russlands westlichen Nachbarn vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer eine eigenständige historische Rolle zuschreibt, werden blinde Flecken bisheriger Geschichtsschreibung sichtbar.
Ein Kampf der politischen Kulturen
Auserwählt und stets von Feinden umgeben: Der Historiker Oliver Jens Schmitt zeigt rote Fäden im russischen Selbst- und Staatsverständnis quer durch die Jahrhunderte.
