Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Nach Terrorwarnungen

Am Kölner Dom kehrt schrittweise Normalität zurück

Zugangskontrollen vor dem Hauptportal werden beendet. Einsatzkräfte zeigen bis auf Weiteres verstärkt Präsenz im Domumfeld.
Sicherheitsmaßnahmen am Kölner Dom
Foto: Hoensbroech | Sämtliche Besucher – egal ob Gottesdienstbesucher, Touristen oder geführte Gruppen – müssen sich am Eingang des Domes, der Schatzkammer und der Turmbesteigung einer Personenkontrolle unterziehen.

Erleichterung rund um den Kölner Dom: Die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen, die seit Heiligabend im Zusammenhang mit einer Terrorwarnung bestanden, werden nach und nach zurückgenommen. Bereits am Montagabend wurden die Zugangskontrollen vor dem Hauptportal beendet und die dafür eigens aufgestellten Zeltaufbauten für die individuellen Leibesvisitationen zurückgebaut.

Lesen Sie auch:

Nach Auskunft der Kölner Polizei werden gleichwohl Einsatzkräfte bis auf Weiteres verstärkt Präsenz im Domumfeld zeigen. Zu weiteren Details des angepassten Schutzkonzepts werde aber aus polizeilicher Sicht keine weitere Stellungnahme abgegeben.

Dom auch außerhalb der Liturgien abschnittsweise zugänglich

„Wir freuen uns nach diesen herausfordernden Wochen sehr, am Dom zu etwas mehr Normalität zurückzukehren“, sagt Dompropst Monsignore Guido Assmann. „Ich möchte mich noch einmal sehr herzlich bei allen bedanken, die diese Sondersituation so vorbildlich und geduldig mitgetragen haben. Mein besonderer Dank gilt den Sicherheitsbehörden und unseren Domschweizerinnen und Domschweizern, durch deren unermüdlichen Einsatz vor dem Dom und im Dom auch an den Weihnachtstagen und zum Jahreswechsel alle Gottesdienste gefeiert werden konnten.“

Auch nach der aktualisierten Gefährdungslage werde seitens der Verantwortlichen für die Kathedrale indes weiterhin an Maßnahmen festgehalten, so der Dompropst. Im Einzelnen bedeutet das, dass das Kölner Wahrzeichen nach zweieinhalb Wochen wieder auch außerhalb der Liturgien abschnittsweise zugänglich ist. Schatzkammer und Turmbesteigung sind ab dem 10. Januar wieder für den Besuch freigegeben.

Gleichwohl müssen sich sämtliche Besucher – egal ob Gottesdienstbesucher, Touristen oder geführte Gruppen – am Eingang des Domes, der Schatzkammer und der Turmbesteigung einer Personenkontrolle unterziehen müssen. Außerdem dürfen nur kleinere Taschen und Rucksäcke mitgeführt werden.

Das Domkapitel arbeitet weiterhin eng mit allen relevanten Sicherheitsbehörden zusammen. Dompropst Assmann wörtlich: „Das umfangreiche Sicherheitskonzept für den Dom, mit dem das Domkapitel schon seit mehreren Jahren der abstrakt hohen Gefährdungslage Rechnung getragen hat, wird überprüft und sukzessive erweitert.“ DT/choe

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Dompropste Kölner Dom Liturgie

Weitere Artikel

Der Kölner Dom wird von Touristen künftig Eintritt verlangen, Beter kommen kostenlos herein. Eine Chance, die eigentliche Bestimmung der Kathedrale ins Bewusstsein zu rufen.
06.03.2026, 11 Uhr
Regina Einig
Der französische Tauf-Boom steckte nicht nur Belgien an: Deutsche Bistümer melden steigende Katechumenen-Zahlen und zuletzt Begeisterung für den Aschermittwochsgottesdienst.
19.02.2026, 16 Uhr
Meldung
Wasserspeier und Wimmelbild: Die 90. Folge des „Kölner Domblatt“ ist erschienen. 
16.02.2026, 15 Uhr
Constantin von Hoensbroech Ulrike von Hoensbroech

Kirche

Klar, aber nicht hart: Bei der 14. Deutsch-Österreichischen Kirchenrechtstagung in Wien ging es vor allem um kirchliche Anschlussfähigkeit und Profilschärfung.
06.03.2026, 15 Uhr
Stephan Baier
Antworten auf die technische Revolution von heute: Die Internationale Theologen-Kommission beim Vatikan stellt dem Transhumanismus die Würde des christlichen Menschenbilds gegenüber.
05.03.2026, 16 Uhr
Guido Horst
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin forderte die Konfliktparteien zu Verhandlungen auf und warnt davor, Diplomatie und internationales Recht zu untergraben.
05.03.2026, 12 Uhr
Meldung
In seiner Mittwochskatechese und in einem Brief an spanische Priester erläutert Papst Leo, warum der säkularisierte Westen gerade heute die Präsenz lebendiger Gemeinden braucht.
05.03.2026, 11 Uhr
Guido Horst