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Moderna-Impfstoff an Zellen eines abgetriebenen Kindes getestet

„Ärzte für das Leben“ sehen Dilemma und plädieren für ethisch unbedenkliche Impfstoffe.
Corona-Impfstoff von Moderna
Foto: Sean Elias (PA Media) | Obwohl bei der Produktion von Impfstoffen mittels der neuartigen mRNA-Technologie überhaupt keine lebenden Zellen verwandt werden müssen, wurde der Impfstoff anschließend zunächst in Mäusen sowie an Zellen der ...

Der Vorsitzende des Vereins „Ärzte für das Leben“, Professor Paul Cullen, hat die lobenden Worte kritisiert, die Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Zulassung des Corona-Impfstoffes mRNA-1273 des US-amerikanischen Biotechnologieunternehmens Moderna gefunden habe.

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„Im Gegensatz zu anderen bald verfügbaren Corona-Impfstoffe kam bei der Entwicklung des Moderna-Impfstoffs und der ihm zugrundeliegenden mRNA-Technologie eine Zelllinie zum Einsatz, die aus der Niere eines wahrscheinlich 1972 in der 20. Schwangerschaftswoche abgetriebenen Kindes gewonnen wurde“, begründet Cullen die Kritik. Die Zelllinie trägt die Bezeichnung HEK-293 (HEK = Human embryonic kidney). Nach Recherchen der „Tagespost“ trifft dies zu. Obwohl bei der Produktion von Impfstoffen mittels der neuartigen mRNA-Technologie überhaupt keine lebenden Zellen verwandt werden müssen, wurde der Impfstoff anschließend zunächst in Mäusen sowie an Zellen der Zelllinie HEK-293 getestet. Das berichtet eine Gruppe um Kizzmekia S. Corbett vom Impfstoff-Forschungszentrum der US-Aufsichtsbehörde NIH in der Fachzeitschrift „Nature“.

Ethisches Dilemma

„Bereits die in Deutschland verfügbaren Impfstoffe gegen Röteln, Windpocken und Hepatitis A, die ebenfalls mit Hilfe von Zelllinien aus abgetriebenen Kindern hergestellt werden“, stellten, so Cullen, viele Menschen „vor ein ethisches Dilemma“. Gleiches gelte für die Schutzimpfung gegen Masern, „die nur in Kombination mit den Röteln- und Windpocken-Impfstoffen möglich ist.“

„Es wäre fatal, wenn auch bei dem Corona-Impfstoff, der bei einem großen Teil, wenn nicht sogar bei der gesamten Bevölkerung zur Anwendung kommen soll“, sich dieses Problem wiederhole. Dies gelte „besonders vor dem Hintergrund, dass zumindest in diesem Aspekt unbedenkliche Impfstoffe bald zur Verfügung stehen werden“, so der Labormediziner weiter. Mit dem Impfstoff des deutsch-amerikanischen Konsortiums Biontech/Pfizer sowie der Impfstoff des Tübinger Unternehmens Curevac stünden bereits zwei „ethisch unbedenkliche Corona-Impfstoffe“ kurz vor der Zulassung, so Cullen abschließend.  DT/reh

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